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Erwachsen werden Muss man mit bald 30 seine Altersvorsorge planen? Unbedingt!

In unserer Webserie «Erwachsen werden» konfrontieren wir Joana Mauch und Julian Thorner mit Dingen, die man meistens erst dann tut, wenn man sich erwachsen fühlt. Oder hast du etwa mit 15 schon an deine Altersvorsorge gedacht? Eben. Wir zeigen, wie du das vermeintlich öde Thema angehst.

Im Dschungel des Erwachsenwerdens fällt zu irgendeinem Zeitpunkt bestimmt auch bei dir der Begriff «Altersvorsorge». Es wird nach deiner Zukunft gefragt: Willst du mal heiraten? Sind Kinder geplant? Oder gar ein Eigenheim? Wir haben Joana mit genau diesem Thema konfrontiert. Und weil’s uns alle früher oder später betrifft, machen wir dich fit in Sachen Vorsorge fürs Alter und zeigen dir, worauf du dabei achten musst.

«Hesch eigetli e 3. Süüle?» – eine Frage, die vielen Mittzwanzigern und Anfangdreissigern schon gestellt wurde. Doch braucht's das eigentlich schon in diesem Alter?

«Wenn es mir wichtig ist, dass ich das Leben auch nach der Pension geniessen kann, ist es richtig, mit 30 anzufangen, fürs Alter zu sorgen», erklärt Sascha, der Joana die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigt. «Schliesslich ist man in diesem Alter gesetzter, hat ein gewisses Einkommen und kann bis zur Pensionierung auch mit kleinen Monatsbeträgen ein schönes Kapital zusammenkriegen», fügt er an. Heisst kurz gefasst: It's never too early to vorsorg!

Säule 3a vs. Säule 3b

Wer sich um seine Vorsorge kümmern will, wird schon ganz am Anfang vor die Frage gestellt: Gibt’s eine Säule 3a oder eine Säule 3b? Zwar hören sich die beiden Lösungen ähnlich an, es gibt aber einige Unterschiede:

Die Säule 3a legst du in Form eines Kontos an. Bei der Säule 3b hast du neben der Eröffnung eines normalen Sparkontos die Möglichkeit, dich in Form von einer Lebensversicherung, Aktien oder Wohneigentum abzusichern.

Während du das Geld auf einem Säule-3a-Konto aber grundsätzlich erst fünf Jahre vor deiner ordentlichen Pensionierung beziehen kannst, steht die Säule 3b immer zu deiner Verfügung. Dafür kannst du den Beitrag der Säule 3a bei den Steuern von deinem steuerbaren Einkommen abziehen.

Bank vs. Versicherung

Das bereits erwähnte Säule-3a-Konto kannst du entweder bei einer Bank oder einer Versicherung abschliessen.

Eröffnest du es bei einer Bank, kannst du flexibel einzahlen. Das heisst, du machst beispielsweise einen Dauerauftrag, der jederzeit unterbrochen werden kann. Zudem ist ein allfälliger vorzeitiger Bezug gebührenfrei.

Bei einer Versicherung hingegen kann es bei einem Bezug zu finanziellem Verlust kommen und du unterstehst einer fixen Vertragsdauer mit regelmässiger Einzahlungspflicht. Dafür wird dir ein Versicherungsschutz offeriert, den dir eine Bank nicht bietet. Das bedeutet, dass dein Kapital im Falle von Invalidität oder Tod versichert ist.

Fazit

Entscheidest du dich für die Säule 3a, also die gebundene Vorsorge, musst du dir bewusst sein, dass du bei einer Versicherung gezwungen bist, immer regelmässig einzuzahlen – das kann je nach Situation Fluch und Segen zugleich sein.

Willst du lieber flexibel unterwegs sein, eröffnest du ein Säule-3a-Konto bei einer Bank, wo du zwar auf den Versicherungsschutz verzichtest, aber dafür Zahlungen aussetzen kannst; zum Beispiel wenn du arbeitslos wirst, länger ins Ausland gehst oder einfach sonst gerade nicht wirklich flüssig bist.

«Erwachsen werden»

«Erwachsen werden»

In unserer neuen Webserie «Erwachsen werden» konfrontieren wir Joana Mauch und Julian Thorner mit Dingen, die man meist erst tut, wenn man sich erwachsen fühlt. Bis Ende Jahr gibt es jede Woche am Freitag eine neue Folge.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Clemens Müller (Clemens Müller)
    NIEMALS kombinierte Sparversicherungen. Erst recht nicht für junge Personen. Da geht es beim Vertrieb einzig um die horrenden Provisionen. Zu deinen Lasten. Alle Alarmglocken müssen klingeln wenn Gratisberatungen angeboten werden und die jungen sogenannten "Finanzberater" über Weiterempfehlungen durch deinen Bekanntenkreis an deine Adresse gekommen sind. Ausführliche Infos auf Facebook "Finanzinfos Neuhaus".
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    @srf: Im Abschnitt "Säule 3a vs. Säule 3b" schreiben Sie davon, man könne "den BETRAG von den Steuern abziehen". Das ist in zweierlei Hinsicht falsch: 1. Man kann den BEITRAG (= die Prämie) abziehen. 2. Man kann den Beitrag nicht "von den Steuern abziehen", sondern vom steuerbaren Einkommen. Es sinken also nicht die Steuern um den Sparbeitrag, sondern nur das steuerbare Einkommen; das sind zwei komplett unterschiedliche Schuhe! Ihre Darstellung ist nicht nur unpräzise, sondern sogar irreführend.
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    1. Antwort von SRF Virus
      Hallo Nicolas. Danke für den Hinweis – wir haben die betreffende Stelle angepasst.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Säule 3a bei einer Versicherung: davon raten alle seiösen Berater ab. Kassensturz und Saldo haben mehrfach darüber berichtet. Der Versicherungsschutz ist meist unnötig, die Leistungen schlecht und die Rendite noch schlechter.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Die Versicherungsleistung besteht u.a. aus der Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit: Wenn Du invalid wirst, bezahlt die Versicherung Deine Prämie weiter ein, am Ende bekommst Du das vereinbarte Zielkapital (Versicherungssumme). Wenn Du vor Erreichen des Rentenalters ins Gras beisst, erhalten Deine Erben ebenfalls die volle Versicherungssumme. Diese beiden Dinge leistet ein Bankkonto nicht. Pflegst Du also einen risikoreichen Beruf oder Lebensstil, ist die Versicherung die sinnvollere Variante
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    2. Antwort von Clemens Müller (Clemens Müller)
      Korrekte Aussage von Andrea Esslinger. Das 3a Spargeld keinesfalls mit einer Versicherung kombinieren. Wenn eine Versicherung für notwendig erachtet wird, kann diese separat abgeschlossen werden. Und erst noch für eine frei wählbare Dauer. Leider ist es der Normalfall, dass jungen Personen 3a Versicherungen aus reiner Geldgier angedreht werden. Provisionen können für einen einzigen Vertrag bis über 10'000.- Fr. betragen! Zu Lasten Versicherungsnehmer und dessen ersten beiden Jahresbeiträgen.
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