The Black Angels schlafen mit ihren Instrumenten

Die Psychedelic Rock-Band aus dem texanischen Austin ist ausserdem immer noch nervös vor Konzerten und sie sind Wichtigtuer. Wir haben Alex, Christian und Jake zum Interview getroffen.

Der kaputte Rickenbacker von Christian Bland: Das gute Stück hat einen Flug nicht unbeschadet überlebt. Zum Glück kann man den Gitarren-Hals einfach wieder anleimen.

Bildlegende: Die kaputte Rickenbacker von Christian Bland: Das gute Stück hat einen Flug nicht unbeschadet überlebt. Zum Glück kann man den Gitarrenhals einfach wieder anleimen. Facebook

Scheinbar hat die 37 Jahre alte Rickenbacker 345 von Christian, auf der er seit 13 Jahren spielt, kürzlich das Zeitliche gesegnet. Dass das Ding hinüber ist, hat aber erst Bandkumpel Alex gemerkt - und der musste es Christian dann beichten...

Alex Maas: «Als wir letzte Woche aus dem Flieger stiegen, sah ich gleich als erstes, dass sein Gitarren-Case eingedrückt war. Es war grässlich als ich das Case öffnete - die Gitarre war halbiert. Und ich dachte nur: Fuck! Ich muss das unbedingt verstecken! Ich muss das unbedingt verheimlichen! Aber ich wusste, dass ich es Christian sagen musste. Und als er um die Ecke kam, meinte ich: Ey man! Ich muss dir etwas Schreckliches erzählen…»

Christian Bland: «Als er so zu mir kam, dachte ich nur: Shit, jetzt muss ich mich auf etwas gefasst machen und habe mich emotional auf das Schlimmste vorbereitet. Ich hab eine Sekunde lang den Atem angehalten, da ich keine Ahnung hatte, was los sein könnte. Und schlussendlich war es NUR die kaputte Rickenbacker.

Warst du gar nicht wütend auf die Fluggesellschaft oder so?

Christian: «Nein, ich war nicht wirklich wütend. Weil die Rickenbacker war am Hals vom Body abgebrochen. Das kann man einfach wieder anleimen. Wenn der Body kaputt gewesen wäre, hätte ich das gute Stück in die Tonne treten können. Aber ich habe eine Ersatz-Gitarre dabei, auf der spiele ich jetzt halt bis die Rickenbacker wieder ganz ist.»

Wie hätte das geklungen, wenn du dich so richtig aufgeregt hättest?

Christian: Sowas wie: Fiddlesticks!! Gag-Gummy-Gally-Fiddlestick-Shoot!! (Wir überlassen euch die Übersetzung)

Alex: Ich hätte einfach «FUCK!» gesagt. Oder um es ein bisschen schöner auszudrücken stelle ich einfach die Frage in den Raum: «What's a dick for?»

Habt ihr alle so enge Beziehungen mit euren Instrumenten?

Alex: (Lacht). Ja, aber wir verraten nicht, wie diese Beziehungen aussehen.

Jake Garcia: Also ich nehme meine Gitarre mit ins Bett. Dummerweise habe ich am nächsten Morgen dann immer blaue Flecken und Schürfungen… (lacht).

Das Konzert an der Bad Bonn Kilbi ist das erste seit längerer Zeit. Seid ihr nervös, wenn ihr nach so einer Pause wieder auf die Bühne müsst?

Alex: Ach, weisst du, wir haben in der freien Zeit ja immer gespielt und Songs geschrieben. Von daher sind wir ja drin. Aber eigentlich ist egal ob wir eine Pause hatten oder nicht. Ein Konzert zu spielen ist jedes Mal aufregend, furchteinflössend und man ist nervös. Für mich auf jeden Fall.

Christian: Ich liebe es! Ich liebe den Adrenalin-Rush. Ich liebe es im Rampenlicht zu stehen, zu posieren und zu prahlen. Auf der Bühne bin ich ein richtiger Wichtigtuer!

Die Bad Bonn Kilbi-Entdeckungen von Festival-Reporter Danias Dietziker findest du übrigens hier.