7 Gründe, warum wir die Netflix-Serie Luke Cage ziemlich abfeiern

Seit letztem Freitag ist Luke Cage der neuste Comicbuch-Superheld, der den Streamingdienst Netflix und damit unsere Fernseher unsicher macht. Unser Ersteindruck fällt verdammt positiv aus: «Marvel's Luke Cage» ist keine 08/15-Superhelden-Geschichte, sondern eine packende Gangster-Story.

Seit einiger Zeit regiert der Comicbuch-Verlag Marvel nicht nur unsere Kinoleinwände (Iron Man, Spider-Man oder Captain America lassen grüssen!), sondern auch unsere Fernsehgeräte und Laptops.

Luke Cage

Bildlegende: Mike Colter alias Luke Cage, der neuste Netflix-Superheld. Courtesy of Netflix

Mit «Daredevil» und «Jessica Jones» beglückte uns der Streamingdienst Netflix vor Kurzem mit zwei mehrheitlich gelungenen Superhelden-TV-Serien inklusive Marvel-Lizenz. Letzten Freitag ist mit «Luke Cage» der dritte Superheld in den Ring gestiegen.

Alle 13 Episoden der ersten Staffel von «Marvel's Luke Cage» sind ab sofort online – und wir feiern die Serie ziemlich ab, aus diesen 7 Gründen:

1. Luke Cage ist keine Superhelden-Story, sondern eine Gangster-Story

Ja, Luke Cage hat dank einem missglückten Experiment (ah, schon wieder einer...) übermenschliche Kräfte: Seine Haut ist unzerstörbar, womit er u.a. immun gegen Pistolenkugeln ist.

Trotzdem ist «Marvel's Luke Cage» keine Story mit Laserstrahlen und herumfliegenden Helden in Strumpfhosen, sondern eher ein Gangster-Drama über illegale Machenschaften und die Kontrolle über den New Yorker Stadtteil Harlem.

2. Luke Cage ist dunkelhäutig – und die Serie zelebriert diesen Fakt

Unsere Hauptfigur wohnt in einem New Yorker Stadtviertel, dessen Bevölkerung zu einem Grossteil schwarz ist – und einen grossen Einfluss auf die Geschichte der Schwarzen Kultur in den Vereinigten Staaten hatte.

Luke Cage

Bildlegende: Luke Cage und die Polizei: Eine schwierige Geschichte. Netflix

Dieser Fakt ist bei Luke Cage in praktisch jedem Frame, während jedem Dialog und bei jeder Musikeinspielung zu spüren.

Dazu greift Cheo Hodari Coker, der Macher hinter «Luke Cage», auch aktuelle Themen auf. Polizeibrutalität ist in der Serie allgegenwärtig – und Cage ist stets in einem hochgezogenen Hoodie gekleidet. Im Jahr 2016 ein Bild mit Aussage.

3. Luke Cage ist der Hip-Hop-Superheld

Beim ersten Trailer der Serie lief «Ol' Dirty Bastard» im Hintergrund, in der dritten Episode räumt Luke Cage mit «Bring Da Ruckus» vom Wu-Tang Clan als Soundtrack ein Versteck der Bösewichte auf: Hip-Hop übernimmt einen grossen Anteil des «Luke Cage»-Soundtracks. Yeah!

Als Hintergrundmusik gibt's aber selbstverständlich nicht nur Hip-Hop, sondern auch ganz viel alten Funk und Soul zu hören. Schliesslich spielt die Serie ja in Harlem.

4. Mike Colter ist die perfekte Besetzung für Luke Cage

Das verdient ebenfalls eine Erwähnung: Wer bereits in früheren Jahren Luke-Cage-Comics gelesen und sich irgendwann die Figur im echten Leben vorgestellt hat, wird sich über Hauptdarsteller Mike Colter wohl nicht beschweren können.

Der 40-jährige US-Amerikaner macht einen hervorragenden Job und verkörpert Luke Cages natürliche Gelassenheit perfekt.

5. Die Performances im «Harlem's Paradise»-Club

Einer der zentralen Orte der Serie ist der Club «Harlem's Paradise», der sich im Besitz von Oberbösewicht Cottonmouth befindet. Da Cottonmouth eine Vielzahl seiner Geschäfte im Club abwickelt, kommen wir nebenbei auch in den Genuss von grossartigen Auftritten von Musikern wie Raphael Saadiq, Faith Evans oder Charles Bradley.

6. Dieser Shot aus der ersten Episode:

Courtesy of Netflix

7. Der nächste Luke Cage-Auftritt kommt schon bald

Du bist durch die 13 Episoden im Eiltempo durchgerattert? Keine Angst: Bald gibt's mehr Luke Cage!

Am 17. März startet mit «Iron Fist» die vierte Marvel-Serie auf Netflix. Alle vier Superhelden der ersten Netflix-/Marvel-Phase – Iron Fist, Jessica Jones, Daredevil und Luke Cage – werden dann im Sommer 2017 in der gemeinsamen Serie «The Defenders» New York unsicher machen. Uns erwartet ein riesiges Superhelden-Fest.