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Adam Rose/Netflix
Legende: Wer hat sie erkannt? «What / If» mit einer veränderten Renée Zellweger auf Spuren von Sharon Stone. Adam Rose/Netflix
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Serien-Review Lohnt sich «What/If» auf Netflix?

Eine Serie um die man einen weiten Bogen schlagen muss. Denn eigentlich wäre die neue Netflix-Eigenproduktion «What / If» gerne ein sexy Thriller, ist aber in etwa so spannend und aufregend wie das Abwägen von Früchten im Supermarkt.

Regelmässig aktualisiert: Serientipps im Kurzformat

  • 1. «What / If» auf Netflix (24.5.)

    Jane Levy ist eine aufkommende Wissenschaftlerin, die eine neue Therapie gegen eine Krebsform entdeckt hat. Allerdings fehlen ihr die finanziellen Mittel für weitere Entwicklungen der Therapie. Die mögliche Lösung bietet sich mit dem unmoralischen Angebot einer kaum wiedererkennbaren Renée Zellweger (Hallo, Bridget Jones!): Zellweger möchte Levys weitere Studien finanzieren – verlangt dafür aber eine Nacht mit Levys sexy Ehemann. Uhhh!

    Lohnt sich das? Um Himmels Willen: Nein! «What / If» versagt auf jeder Linie. Nicht nur kommt die Serie auf technischem Level absolut amateurhaft daher (komische Schnitte, unterirdische Regie, lachhafte schauspielerische Leistungen), sie schlittert storymässig von einem langweiligen Klischee ins nächste.

    Gerne würde «What / If» ein schlüpfriger Neo-Noir-Thriller sein, ist im Endeffekt aber so sexy wie eine Fieberblase an der Lippe.

    Diese Serie ist Für Fans von... Harmlose Soaps wie «Revenge» oder «Desperate Housewives», die am Ende jeder Episode eine schockierende und überraschende Wendung präsentieren möchten, dann aber ziemlich bald den Faden verlieren.

    Das unmoralische Angebot von «What / If» zum Beispiel, welches im Trailer als einschneidender Event für alle Beteiligten angekündigt wird, ist bereits Mitte der zweiten Episode schon wieder vergessen.

    Bewertung: 2 von 10 Punkten (Zwei von acht Episoden im Voraus gesehen)

  • 2. «Fleabag», Staffel 2 auf Prime Video (17. Mai)

    In der zweiten und letzten Staffel ihrer preisgekrönten Serie spielt Alleskönnerin Phoebe Waller-Bridge die Titelfigur Fleabag. Eine hyperaktive junge Britin, die soeben ihre beste Freundin verloren hat und sich in der zweiten Staffel in einen katholischen Priester verliebt.

    Lohnt sich das? Und wie! «Fleabag» ist impulsiv und hyperaktiv, aber introspektiv zugleich. Dank der ausserordentlichen Vision von Phoebe Waller-Bridge und ihrer Gabe für realistische Dialoge und absurde Szenen, die sich trotzdem «echt» anfühlen, gelingt ihr der Spagat zwischen Comedy, die zum Schreien komisch ist, und dramatischen Augenblicken, bei denen man zur Taschentuch-Box greifen musste, so gut wie fast niemand anderem.

    Diese Serie ist für... Fans von Independent-Kino und introspektiven Serien mit messerschafer Beobachtungsgabe à la «Master of None» oder «Better Things»

    Fazit: 10 von 10 Punkten (alle 6 Episoden im Voraus gesehen)

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