Zum Inhalt springen

Studio Session William Fitzsimmons: Dank Scheidung zum besseren Menschen

Optisch entspricht William Fitzsimmons dank Vollbart, melancholischen Texten und Holzfällerhemd dem Klischee eines hipsterigen Singer/Songwriters. Doch sein Charme ist einzigartig. Ein Gespräch über Songwriting, Sex und Kinder.

William Fitzsimmons, Link öffnet in einem neuen Fenster verkörpert den Archetyp des melancholischen Singer/Songwriters. «Wenn Glück mein Lebensziel wäre, dann würde ich die falsche Musik machen», erzählt William.

«Ich hab das Glück nach meiner Scheidung aufgegeben. Was immer ich auch tat, es funktionierte nicht.» Sein neues Ziel: Zufriedenheit. Wie William erzählt, soll seine Musik nicht traurig oder glücklich machen, sondern helfen, mit dem Leben umzugehen – das hat er geschafft. Die erste (gescheiterte) Ehe hat er musikalisch verarbeitet (im Album «Gold In The Shadow, Link öffnet in einem neuen Fenster»).

Ich bin nicht stolz auf das, was ich tat. Ich war eine schreckliche Person.

«Ich denke oft, dass die Scheidung eine der wichtigsten Zeiten meines Lebens war.» William hat vieles gelernt. «Ich bin nicht stolz auf das, was ich tat. Ich war eine schreckliche Person.»

Doch ohne diese Fehler wäre William nicht zu dem Ehemann und Vater geworden, der er heute ist. Mit seiner zweiten Ehefrau und den beiden Kindern hat er seine Bestimmung gefunden.

«Das Einzige, was ich als Vater vermisse, ist regelmässiger Sex.» Damit kann William allerdings leben, schliesslich überwiegen die Vorteile des Vaterseins.

Heute nutzt er seine Zeit effizienter, was ihn auch zum besseren Songwriter gemacht hat: «Du musst die Zeit, die du hast, viel besser einteilen.» Vor den Kindern schaute William stundenlang TV-Serien – und der Tag war vorbei. Heute lebt er den Moment viel bewusster.

Muss sich William in einem Satz beschreiben, so lautet seine Antwort: «Ich bin Vater.»

William Fitzsimmons

Der Musiker wuchs in Pittsburgh als Sohn blinder Eltern auf. Da die Familie nicht visuell kommunizieren konnte, war das Elternhaus erfüllt mit Geräuschen und Musik. Früh begann er auf unzähligen Instrumenen zu spielen. Seine Mischung aus Folk und Elektronik wird mit Künstlern wie Iron & Wine, Simon & Garfunkel oder Sufjan Stevens verglichen.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marco Spotify, Baden
    Toller Musiker den ich vor ein paar Monaten auf Spotify entdeckt habe. Toll hier von im zu Lesen nur ändert das leider nichts daran dass im Radio die gleichen 50 Lieder auf und ab gespielt werden und man auf diese Weise kaum die Chance erhält neue Musik zu finden...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen