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True Talk «Frauen im Militär sind nicht automatisch Kampflesben»

Frauen wollen nur wegen den potentiellen Bettgspändli ins Militär oder sind sogenannte Kampflesben – Vorurteile, die man oft hört, wenn es um die Frage geht, warum man als Frau der Armee beitritt. Davon hat Milizoffizierin Lara aber genug und räumt deshalb bei «True Talk» mit den Vorurteilen auf.

Für viele gehört die Armee zur Schweiz wie das Fondue oder die SBB. Und ob man das Militär nun mag oder nicht: Jährlich treten tausende von Schweizern zum Dienst an oder versuchen sich an der Aushebung. Schliesslich will man als motivierter Soldat seinem Land dienen – oder als Unmotivierter seine Zeit absitzen.

Ob man nun schliesslich dabei sein will oder nicht: 2017 zählt die Schweizer Armee 120'496 aktive Männer. Die Zahl der aktiven Frauen hingegen: 929. Das ist nicht mal ein Prozent. Bei so einem männerdominierten Gefilde fällt darum auch oft die Frage, warum man sich das als Frau antut.

Lara mit Militärgepäck
Legende: Weniger Gepäck, weil man eine Frau ist? Nope, in der Schweizer Armee definitiv nicht. ZVG

Eine Frage, die vor allem Lara, eine 25-jährige Milizoffizierin oft genug hört. Sie wollte Militärpilotin werden, flog aber beim Flugsimulator gegen Ende der Prozedur raus. Wenn man aber soweit gekommen ist, unterschreibt man trotzdem fürs Militär. Das heisst, ab dann ist man dienstpflichtig, wie jeder andere in der Rekrutenschule auch.

Eigene Grenzen und Führungsqualitäten

Und auch wenn der Traum von Fliegen geplatzt ist, für Lara gibt es genug Gründe als Frau ins Militär einzurücken:

Du kannst im Militär eine Führungsausbildung machen. Das macht sich je nach Jobwunsch gut im Lebenslauf.

Für einige Rekrutinnen sei auch der Dienst ans Vaterland eine Motivation. Und allgemein meint Lara: «Man geht an seine eigenen Grenzen, wie zum Beispiel in der Überlebenswoche. Auch den Kameradschaftsgeist und die generell tolle Zeit möchte ich nicht missen.»

Trotz den vielen Gründen sieht sich die 25-Jährige immer wieder als Frau im Militär mit Vorurteilen konfrontiert: Sie werde wegen den Soldaten männlicher, die Militärsprache sei sextisisch oder sie schade dem Kameradengeist? Bei «True Talk» im Video oben zeigt die Milizoffizierin der Luftwaffe, wie sie solch verbale Angriffe abwehrt.

«True Talk»

«True Talk»

In unserer Webserie «True Talk» werden Menschen, die aufgrund von bestimmten Merkmalen, Eigenschaften oder Vorlieben häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben, mit ebendiesen konfrontiert.

«True Talk» siehst du jeweils mittwochs bei uns auf Facebook, Link öffnet in einem neuen Fenster oder auf dem «True Talk»-YouTube-Kanal, Link öffnet in einem neuen Fenster.

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