Cordon bleu – eine Schweizer Erfindung?

Das Cordon bleu gehört hierzulande zu den beliebtesten Fleischspeisen. Doch trotz seiner Beliebtheit ist die Herkunft des Gerichtes nicht eindeutig geklärt. Einiges deutet darauf hin, dass es helvetische Wurzeln haben könnte. Eine Kulturgeschichte.

Cordon bleu in der Pfanne.
Bildlegende: Cordon bleu: bodenständig und delikat zugleich. Keystone

Da es kein Cordon-bleu-Originalrezept gibt, ist die Herkunft dieser ebenso bodenständigen wie delikaten Fleischspeise nicht geklärt. Auch die Frage, wie das Cordon bleu zu seinem Namen kam, lässt sich nicht eindeutig beantworten.

Immerhin steht aber fest, dass das Cordon bleu trotz seines französischen Namens ursprünglich nicht aus Frankreich stammt.

Eine Schweizer Erfindung?

Dagegen deutet einiges darauf hin, dass das Cordon bleu helvetische Wurzeln haben könnte, auch wenn Cordon-bleu-Rezepte erst seit den 1960er-Jahren in Schweizer Kochbüchern auftauchen.

Die eidgenössische Lebensmittelverordnung schreibt für das Cordon bleu Kalbfleisch vor, aber weit häufiger werden Schweinefleisch, Rindsfleisch oder Geflügelfleisch verwendet.

Das ist zulässig, wenn es deklariert wird. Beim Schinken kann man zwischen Rohschinken oder gekochtem Schinken wählen. Und für die Käsefüllung werden am häufigsten Gruyère, Appenzeller, Emmentaler, Freiburger Vacherin oder Raclette-Käse verwendet. Tabu ist aber Scheiblettenkäse!

Redaktion: Rudolf Trefzer