Die Martinsgans: Schlemmen vor dem Fasten

Der 11.11. ist der Martinstag, der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. In Mitteleuropa ist dieser Tag von zahlreichen Bräuchen geprägt, zum Beispiel dem Martinsgansessen.

Gebratene Gans auf einem weissen Teller.
Bildlegende: Früher war der 11.11. der Zahltag für die Saisonarbeiter; oft gehörte eine gebratene Gans zum Abschiedsessen. Wikimedia Commons

In früheren Zeiten ging am Martinstag das Pachtjahr zu Ende. Die Zehnten und die Pachtzinsen für den Grundbesitzer waren fällig. Es war zu Zeiten der Naturalwirtschaft üblich, dass man die Abgaben ganz oder zum Teil in Naturalien entrichtete. Dazu gehörten oft auch Gänse.

Ausserdem war auf dem Land der 11.11. auch der Zahltag für die Saisonarbeiter, die bei der Ernte geholfen hatten. Dieser Tag wurde traditionell mit einem üppigen Abschiedsessen gefeiert, zu dem vielerorts auch eine gebratene Gans gehörte.

Moderation: Rudolf Trefzer, Redaktion: Rudolf Trefzer