Maghreb-Küche und Wein – Lass das sein?

Die Küchen des Maghreb sind geprägt von aromatisch gewürzten Gerichten, die durchaus eine gewisse Schärfe haben können. Welche Getränke passen besonders gut als Begleiter zu Gerichten aus den Küchen des Maghreb?

Shisha, Granatäpfel
Bildlegende: Wein zu orientalischem Essen? Das geht! Colourbox

Lamm, Linsen, Kichererbsen, Couscous, Joghurt, Minze und aromatische Gewürze und Gewürzmischungen wie Ras el Hanout gehören zu den typischen Zutaten, die in den Küchen der Maghreb-Länder verwendet werden. Die aromatisch gewürzten Gerichte können auch eine gewisse Schärfe haben.

Als Essensbegleiter empfehlen sich da erfrischende Getränke, bei denen Früchte, Blütenwasser, Kräuter und Gewürze verwendet werden, so etwa Säfte aus Orangen, Zitronen, Trauben, Granatäpfeln und Wassermelonen sowie Mandelmilch und Rosenwassergetränke.

Wein und Bier

Doch obwohl nicht in allen Maghreb-Ländern alkoholische Getränke getrunken werden, machen sich sowohl Wein wie auch Bier gut als Essensbegleiter zu den Gerichten dieser Küchen.

Nicht falsch liegen kann man mit fruchtig-frischen Weissweinen, die aus der Sauvignon-blanc-Traube gekeltert werden, seien diese nun von der Loire (Sancerre, Pouilly-Fumé), aus dem Südtirol, der Steiermark, der Schweiz oder aus Übersee (Neuseeland).

Scharf? Gewürztraminer!

Denkbar ist bei kräftig gewürzten Gerichten auch ein aromatischer Gewürztraminer oder ein Deutscher oder Elsässer Riesling. Wenn da bei den Speisen noch eine gewisse Schärfe im Spiel ist, könnte man beim Gewürztraminer und beim Riesling auch einen Wein mit Restsüsse entkorken.

Will man lieber einen Rotwein entkorken, sollte man zu eher erfrischenden, leichteren Speisen einen saftig-fruchtigen Rotwein wählen wie einen Gamay (Beaujoloais) oder einen nicht im Barrique ausgebauten Chianti oder Barbera.

Bei kräftig gewürzten Speisen braucht es dagegen einen vollmundigen Wein mit würzigen Noten. Da gibt es unzählige Möglichkeiten aus verschiedenen Anbaugebieten in Spanien, im südlichen Italien oder in Südfrankreich.

Redaktion: Rudolf Trefzer