Nero d’Avola – Rote Vorzeigesorte aus Sizilien

Bis noch vor zwei Jahrzehnten genossen die sizilianischen Weine keinen besonders guten Ruf. Doch das hat sich inzwischen geändert. Mit dazu beigetragen hat die alte sizilianische rote Traubensorte Nero d'Avola.

Weinreben auf Sizilien.
Bildlegende: Der Nero d'Avola ist Siziliens wichtigste Rotweinsorte. Colourbox

Seit der Mitte der 1990er-Jahre befindet sich der Weinbau auf der grössten Mittelmeerinsel im Aufbruch. Seit der Jahrtausendwende besinnen sich die Qualitätsproduzenten zunehmend auf einheimische Sorten. Dabei streben sie nicht mehr nach maximaler Konzentration und internationaler Stilistik, sondern nach der Authentizität des Terroirs sowie nach Eleganz und Finessenreichtum.

Der Nero d'Avola ergibt tiefgründig-fruchtige Weine

Die inzwischen wohl bekannteste und angesehenste einheimische Rebsorte Siziliens ist der der Nero d'Avola. Er wird auf ganz Sizilien vornehmlich in warmen, tieferen Lagen auf rund 18‘000 Hektaren angebaut. Er ist bestens an das trocken-heisse Klima adaptiert und ergibt selbst in heissen Jahren tiefgründig-fruchtige Weine mit guten Säurewerten.

Der Nero d'Avola wurde anfangs noch mit internationalen Sorten verschnitten. Heute bringen ihn viele Produzenten auch in reinsortigen Versionen auf den Markt. In den meisten Fällen handelt es dabei sich um fruchtig-würzige Tropfen mit geschliffenen, samtigen Tanninen und frischer, harmonisch integrierter Säure. Sie wollen jung, innerhalb der ersten fünf bis sieben Jahre getrunken werden.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Rudolf Trefzer