Popcorn – Luftiger Maissnack

Wer Kino sagt, denkt sofort auch an Popcorn. Doch die aus Puffmais hergestellten luftigen Maiskörner assen die Ureinwohner Mittelamerikas schon lange, bevor Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Filme öffentlich gezeigt wurden.

Popcorn kann man auch ganz einfach selber machen.
Bildlegende: Popcorn kann man auch ganz einfach selber machen. colourbox

Mais ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die im Gebiet zwischen Mexiko und Peru seit über 5000 Jahren kultiviert wird. Bei Ausgrabungen in New Mexico hat man u.a. auch gepuffte Maiskörner gefunden, die 5600 Jahre alt sind.

Heute gehört das Popcorn zum Kino wie das Ketchup zum Hamburger. Zu dieser engen Liaison kam es in den Anfangszeiten des Kinos, als in den USA fliegende Händler Popcorn vor den Kinos verkauften. Bald realisierten die Kinobesitzer, dass sich mit dem Verkauf von Popcorn ein ansehnlicher Zusatzverdienst erzielen lässt und begannen in den 1920er Jahren Popcorn selbst herzustellen und zu verkaufen.

Zur Herstellung von Popcorn eignen sich nicht alle Maissorten. Der Puffmais ist eine Sorte, die eine sehr dünne, aber härtere und glasigere Schale als herkömmlicher Mais aufweist. Wenn man den Puffmais erhitzt, bildet sich im Innern der Maiskörner Wasserdampf, der aber wegen der harten Schale nicht sofort entweichen kann. Wenn genügend Druck im Innern der Körner aufgebaut ist, bringt dieser die Körner zum Platzen.

Moderation: Ladina Spiess, Redaktion: Rudolf Trefzer