Ramadan – wir tischen auf

Etwa 430'000 Muslime wohnen in der Schweiz, und laut islamischen Organisationen machen etwa 30 bis 40 Prozent davon Ramadan. Wer es tut, der darf noch bis am 5. Juli von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Danach wird aufgetischt.

frische Datteln.
Bildlegende: Das gibt Energie - Datteln zum Fasten-Brechen. Colourbox

Noch vor Sonnenaufgang beginnt es mit der Mahlzeit «Suhur». Sie ist unserem Frühstück nicht ganz unähnlich.

Getrunken wird Tee oder Wasser. Dazu gibt es Datteln und Honig. Je nach Gusto wird auch mal ein Rührei gereicht, gekockte Eier, Brot oder Quark mit Fladenbrot und Olivenöl.

Fasten bis die Sonne untergeht

Erst nach Sonnenuntergang gibt es «Iftar» das Abendessen zum Fasten-Brechen. Wenn immer möglich isst man abends zusammen mit Familie oder Freunden, lädt zum Essen ein oder wird eingeladen. So ist es Tradition in muslimischen Gemeinschaften.

Beim Fasten-Brechen wird aufgetischt

Zum Fasten-Brechen gibt es meist zuerst Dattteln, Wasser oder Milch. Darauf folgt eine währschafte Suppe – zum Beispiel eine Linsen- oder Kichererbsen-Suppe.

Die Hauptspeise ist nicht selten ein Eintopf mit Reis, Gemüse und Poulet. Und dann wird Fattoush aufgetischt: ein reichhaltiger Salat aus Gurken,Tomaten, Radieschen, Lattich, Frühlingszwiebeln und viel frischer Minze.

Vor allem in der libanesischen Küche hat dieser Salat zum Fasten-Brechen Tradition. Zum Dessert gibt es, wie bei uns auch, Süssigkeiten: häufig solche aus Blätterteig, mit Pistazien und Datteln und viel Zuckersirup.

Probieren ja – schlucken nein

Wer während des Ramadan am Herd steht, darf zum Abschmecken der Speisen auch mal probieren. Selbst wenn die Sonne noch am Himmel steht. Aber nichts davon schlucken! Im Gegenteil: Wer probiert, ob Eintopf oder Suppe genug gewürzt sind, muss nicht nur ausspucken, sondern auch den Mund gründlich ausgespühlen.

Redaktion: Maja Brunner