Riesling – Weisse Edelsorte aus dem kühlen Norden

Der Riesling gilt als eine der besten weissen Rebsorten. Nicht nur in Deutschland, seiner Heimat, sondern weltweit. Riesling-Weine erleben zurzeit ein fulminantes Comeback.

Riesling-Reben bei Rüdesheim im Rheingau.
Bildlegende: Riesling-Reben bei Rüdesheim im Rheingau. colourbox

Der Riesling ist die Rebsorte unserer Zeit. Und der Zukunft. Denn mehr und mehr gefragt sind elegante, finessenreiche und bekömmliche Weine, die ihre Herkunft (Stichwort: Terroir!) zu erkennen geben und die sich als vielseitig kombinierbare Essensbegleiter bewähren. Das alles trifft auf die Riesling-Gewächse zu. Dazu kommt noch, dass mit den in unterschiedlichen Reifestadien geernteten Riesling-Trauben Weine verschiedenster Spielarten erzeugt werden können. Das Spektrum reicht vom knackigen Winzersekt, über trockene Stillweine verschiedenster Qualitätsstufen bis hin zu diversen restsüssen Varianten und einzigartigen edelsüssen Elixieren. Und last but not least haben Riesling-Weine einen moderaten Alkoholgehalt und dank ihrer stützenden Säure ein aussergewöhnliches Lagerpotenzial.

Auch wenn ein Riesling je nach Anbaugebiet, Lage und Ausbaustilistik ein unterschiedliches Duft- und Geschmackprofil haben kann, so zeigt das Bouquet häufig Pfirsich-, Apfel- und Aprikosennoten verschiedener Reifestadien. Mit zunehmendem Alter können Honig- und Petrolnoten dazukommen. Der Gaumen ist er von einer frischen, lebendigen Säure und mitunter auch von mineralischen Komponenten geprägt. Doch aller Unterschiede zum Trotz: Riesling-Weine sind so eigenständig und unverwechselbar, dass sie meist Aufhieb erkennt, wer sie schon einmal getrunken hat.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer