Salat und Wein – Lass das sein?

Oft wird davon abgeraten, zu Salat Wein zu trinken. Doch auch zu Salaten können Weine durchaus passen.

Salat und Wein
Bildlegende: Salat und Wein können Freunde sein. Colourbox

Da Salate meistens mit Saucen gewürzt werden, die Essig enthalten, ist die Weinwahl nicht immer einfach, denn die ausgeprägte Säure des Essigs verträgt sich im Allgemeinen schlecht mit Wein. Wer also zu einer Salatkreation einen Wein trinken möchte, sollte die Sauce nur sehr sparsam mit Essig würzen oder diesen durch milderen Zitronensaft ersetzen.

Salate sind in der Regel keine üppigen und im Geschmack eher frische, feine Gerichte. Da liegt es auf der Hand, dass man dazu auch nicht einen üppigen, sondern einen leichten, frisch-fruchtigen Weisswein trinkt. Gut eignen sich da ein Riesling-Sylvaner, ein Silvaner (im Wallis: Johannisberg) und leichte Weiss- und Grauburgunder. Wenn sich bei einem Salat die saure Komponente deutlich manifestiert, dann sollte man einen säurearmen Wein wählen, etwa einen Chasselas aus der Romandie oder dem Wallis (Fendant). Bei kräftig gewürzten und dezent süssen Salatkreationen macht sich dagegen ein aromatischer Weisswein gut, zum Beispiel ein Gewürztraminer, ein Kerner oder ein Muscat.

Bei den Rotweinen fällt die Wahl weniger leicht. Ein guter Kompromiss sind Roséweine. Wer aber unbedingt einen Rotwein trinken möchte, sollte einen saftig-eleganten, gerbstoffarmen Wein wählen. Das kann ein leichter Blauburgunder, ein Gamay (Genf, Wallis, Beaujolais) oder ein Vernatsch aus dem Südtirol (St. Magdalener, Kalterersee) sein.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer