Weinland Griechenland – mehr als nur Retsina

Noch vor wenigen Jahren dachte man an den Retsina, wenn von griechischen Weinen die Rede war. Dieser Weisswein wurde mit Harz versetzt. Er wird zwar immer noch erzeugt, doch eine wachsende Zahl von griechischen Winzern produziert heute keine Tavernenweine mehr.

Xinomavro-Rebberge des Weinguts Kir-Yanni in Naoussa.
Bildlegende: Xinomavro-Rebberge des Weinguts Kir-Yanni in Naoussa. zvg

Heute werden eigenständige, mehrheitlich aus einheimischen Sorten gekelterte Tropfen hergestellt, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen.

Von der Antike bis in die Gegenwart hat man in Griechenland ununterbrochen Reben kultiviert und Wein gekeltert. In den letzten 2 Jahrzehnten hat jedoch eine neue Generation von qualitätsorientierten Winzern dem griechischen Weinbau neuen Schub verliehen. Geschickt kombinieren sie Traditionsverbundenheit mit moderner Weinbautechnologie. Und statt auf austauschbare internationale Sorten setzten sie auf die einzigartige Vielfalt einheimischer Varietäten.

Von den insgesamt 28 Regionen mit geschützten Ursprungsbezeichnungen stechen besonders die aus der Assyrtiko-Traube gekelterten frisch-fruchtigen, eleganten Weissweine der Kykladeninsel Santorini und die aus der Xinomavro-Traube produzierten Rotweine der Anbauregion Noussa in Nordgriechenland hervor.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Rudolf Trefzer