YB-Wurst: Eine Rauchwurst mit Kult-Status

An die 20'000 YB-Würste sind für die YB-Meisterfeier bestellt. Und bestimmt mindestens ebensoviele «Mutschli» und natürlich genügend Senf. So geniesst der YB-Fan seine YB-Wurst.

Original YB-Wurst und Fangruppe im Stadion
Bildlegende: Jedem Fan seine Wurst. zVg / Keystone

Ein YB-Match im «Stade de Suisse» ohne YB-Wurst ist ein Ding der Unmöglichkeit für jeden eingefleischten YB-Fan. Klar, dass sie auch an der Meisterfeier nicht fehlen darf.

Grössere Wurst gefragt

Die 140 grämmige Natur-Darm-Rauchwurst aus Rind- und Schweinefleisch mit ihrer typischen, groben Einlage aus magerem Schweinefleisch, Speck und Schwarte und mit dem Geschmack, der einer «Saucisson Vaudoise» ähnlich kommt, gibt es seit den 1970er Jahren.

Damals hatten sich Fans noch darüber beklagt, dass man ab den angebotenen Schweinswürstchen einfach nicht recht satt werde. Eine grösserer Wurst musste also her. Eine, die gut schmeckt und zudem den Bauch richtig füllt. So, wie dies die YB-Wurst heute tut.

Wurstrezept aus der Westschweiz

In der Westschweiz wurde der Stadion-Lieferant damals fündig. Streng nach diesem Westschweizer-Rezept werden heute jährlich mindestens 120'000 Original-YB-Würste produziert.

Übrigens: Die YB-Wurst ist keine Bratwurst. Sie wird wie die «Saucisson Vaudoise» gekocht, beziehungsweise im Steamer zubereitet und dann ganz klassisch mit einem «Mutschli» und einer anständigen Portion Senf gegessen.


A propos essen: Da ist Vorsicht angebracht. Weil die grobkörnige Speckeinlage in der Wurstmasse beim Erhitzen schmilzt, spritzt die Wurst, wenn man reinbeisst oder die Wurst anschneidet.

Redaktion: Maja Brunner