«Zuriga» - Die Kaffee-Maschine ganz neu gedacht

Wer seinen Kaffee zu Hause noch mit einer klassischen Kolben-Maschine braut, kennt die Problematik: Mal gelingt der Espresso perfekt, mal etwas weniger.

Kolben-Kaffeemaschine Zuriga auf einem Tisch.
Bildlegende: Zuriga-Macher auf der Suche nach dem perfekten Kaffee. ZVG

Und wer Gäste hat und mehrere Kaffees hintereinander aus seiner Maschine lässt, der merkt schnell einmal: Die Konstanz ist meist nicht die Stärke der Kolbenmaschine.

Genau diese Erfahrung hat auch der junge Zürcher Ingenieur Moritz Güttinger mit seiner eigenen Kaffee-Maschine gemacht. Und als diese vor zwei Jahren wieder mal mehr schlecht als recht funktionierte hatte, hat er sie kurzerhand in ihre Einzelteile zerlegt und festgestellt: Die Technik im Innern der Kolbenmschine liesse sich durchaus verbessern.

Viel Herzblut ins Projekt gesteckt

Zusammen mit einer Gruppe von jungen Ingenieuren und Designern hat sich Güttinger darauf ans Werk gemacht. Hat einen Erbvorbezug und viel Manpower in die Entwicklung eines Kaffeemaschinen-Prototypen gesteckt. Und jetzt zwei Jahre später ist die Kaffee-Maschine da. Sie heisst «Zuriga», ist kompakt, klein, einfach zu bedienen, von schlichtem und zeitlosem Design, swisssmade und macht offenbar den perfekten Kaffee.

Die perfekte Temperatur ist wichtig

Nicht zuletzt wegen eines von Grund auf neu gedachten und neu entwickelten Boilers, der das Wasser auf exakt 93 Grad aufheizt. Genau die Temperatur, die es für einen guten Kaffee braucht, erklärt Moritz Güttinger. In Sachen Technik, sagt der junge Ingenieur, hätten die Produzenten von Kolben-Maschinen für den Hausgebrauch in den letzten 30 Jahren nämlich kaum Innovationen auf den Markt gebracht und genau davon hätte sein Start-Up jetzt profitieren können.

Den Geschmack der Kunden getroffen

Und offenbar haben die Entwickler der «Zuriga» den Nerv der Zeit, beziehungsweise den Geschmack der Leute punktgenau getroffen. Jedenfalls haben sie auf der Crowd-Funding-Plattform «We Make it» die 30000 Franken, die sie für die Produktion der ersten 35 «Zurigas» gebraucht haben, in nur gerade 7 Stunden zusammen gehabt. Die erste Serie «Zurigas», die vor Weihnachten fertig produziert sein soll, ist also schon restlos ausverkauft. Und wer eine «Zuriga» in seine Küche stellen will, kann diese online bestellen, muss sich aber sicher bis Februar in Geduld üben.

Redaktion: Maja Brunner