Der Alltag gerät aus den Fugen...

Starke Figuren prägen Schweizer Neuerscheinungen: Da hält zum Beispiel eine Naturschützerin eine ganze Stadt in Atem und ein Abwart betrauert die Schliessung seiner Schule. Überraschungsgast am Bücher-Stammtisch ist Simone Lappert.

Porträt von Arno Camenisch
Bildlegende: Arno Camenisch hat einen neuen Bergdorfroman geschrieben (Bild: Janosch Abel)

In ihrem zweiten Roman «Der Sprung» lässt die Basler Autorin Simone Lappert eine junge Frau 24 Stunden auf einem Dach verharren und zeigt uns, wie dieses Ereignis das Leben der Schaulustigen verändert. Sie wird live zu Gast sein und über die Hintergründe dieser Geschichte erzählen.

Arno Camenisch hat einen neuen Bündner Bergdorfroman geschrieben «Herr Anselm»: In einem eindrücklichen Monolog lässt er seinen Titelhelden Abschied nehmen: Abschied von seiner Schule, die für ihn, den Abwart, während 33 Jahren alles bedeutete. Abschied aber auch von einer Welt, die längst von der Moderne überrollt worden ist.

Von Graubünden geht es dann noch nach Gilead: aus diesem Schreckensstaat rapportierte vor mehr als 30 Jahren die Magd Desfred im dystopischen Roman «Der Report der Magd» der Kanadierin Margret Atwood. Jetzt erscheint die langersehnte Fortsetzung «Die Zeuginnen», und wir erfahren endlich, was aus der Hauptfigur geworden ist.

Am Bücher-Stammtisch diskutieren: Markus Gasser, Franziska Hirsbrunner und Annette König. Gastgeberin ist Luzia Stettler.

Buchhinweise:
Simone Lappert. Der Sprung. Diogenes, 2019.
Arno Camenisch. Herr Anselm. Engeler Verlag, 2019.
Margaret Atwood. Die Zeuginnen. Berlin Verlag, 2019.

Autor/in: Luzia Stettler