Elisabeth de Meuron: Berner Unikum und eifrige Briefeschreiberin

Nächtelang schrieb Elisabeth De Meuron Briefe. Man solle sie nach dem Lesen verbrennen, forderte sie. Nicht alle Empfänger haben sich daran gehalten. Die Journalistin und Historikerin Karoline Arn legt auch dank diesen Briefen eine eindrückliche Biografie der Berner Patrizierin vor.

Elisabeth De Meuron, so wie man sie kennt: Grosser Hut, schwarze Kleidung.
Bildlegende: Elisabeth De Meuron. Aristokratin, Berner Original (1882-1980) Ausschnitt Buchcover (Zytglogge Verlag)

Als schrulliges Original ist sie in die Geschichte eingegangen. Viele kennen ihre Anekdoten und herablassenden Sprüche: «Syt der öpper oder nämet der Lohn?». Manch einer mag sich auch an ihre schwarzen Kleider, ihre grossen Hüte, das dick überschminkte Gesicht und das verbeulte Hörrohr erinnern.

Hinter der Fassade steckte aber auch eine einsame und zweifelnde Frau: «Ich weiss nicht, ob die anderen Leute sich im Leben auch so fremd fühlen wie ich».

Buchhinweis:
Karoline Arn: Elisabeth De Meuron-von Tscharner.
Der Wunsch der Löwin zu fliegen. (Zytglogge. 2014)

Autor/in: Susanne Sturzenegger