Vater weg, Mutter weg. Grosswerden ohne Eltern.

Benedict Wells und Pierre Jarawan schreiben über Männer, die einen frühen Verlust verkraften müssen. Im Roman «Vom Ende der Einsamkeit» verliert der 10-jährige Jules die Eltern durch einen Autounfall. Und in «Am Ende bleiben die Zedern» muss der 8-jährige Samir ohne Vater und Mutter gross werden.

Beiträge

  • Hat ein feines Gespür für Seelenzustände: Benedict Wells (Bild: Bogenberger/autorenfotos)

    Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit

    Der 31-jährige Benedict Wells gilt als Ausnahmetalent der deutschsprachigen Literatur. Mit seinem bereits vierten Roman «Vom Ende der Einsamkeit» scheint er den Durchbruch endgültig geschafft zu haben. Es ist ein berührendes Buch über das Überwinden von Verlust und der Einsamkeit.

    Jules muss schon als Zehnjähriger die Begrenztheit des Lebens erfahren und mit dem Tod seiner Eltern fertig werden. Der Autor hat ein feines Gespür für Seelenzustände, tendiert aber trotz aller Tragik nie zu übertriebener Sentimentalität.

    Buchhinweis: Benedict Wells. Vom Ende der Einsamkeit. Diogenes, 2016.

    Susanne Sturzenegger

  • Autor und Slam Poet: Pierre Jarawan (Bild: Key-Munich)

    Pierre Jarawan: Am Ende bleiben die Zedern

    Samirs Eltern sind vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland geflüchtet. Der Junge identifiziert sich sehr mit der Heimat seines Vaters. Als dieser eines Tages plötzlich verschwindet und kurz darauf auch noch seine Mutter stirbt, macht er sich auf in das Land der Zedern.

    Jarawan ist ein bekannter Bühnenpoet und hat dafür schon mehrere Preise gewonnen. Sein Romandebüt «Am Ende bleiben die Zedern» zeigt, dass er auch ein Talent für die längere Form hat.

    Buchhinweis: Pierre Jarawan. Am Ende bleiben die Zedern. Berlin Verlag, 2016.