Von Küssen, die das Leben verändern – für immer

In seinem neusten Buch «Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur» zeigt der renommierte Schweizer Germanist Peter von Matt auf, wie ein einzelner Kuss ein Leben verändern kann – für immer. Ein Buch, das einem zum Lesen inspiriert – zum Lesen der Originaltexte, die Peter von Matt scharfsinnig, mit grosser Kennerschaft interpretiert.

Beiträge

  • Sieben Küsse (Coverausschnitt)

    Sieben Küsse

    Sieben bedeutungsvolle Küsse stehen im Zentrum von Peter von Matts Betrachtungen, die alle Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind. Da gibt es masslose Küsse, leidenschaftliche, wahnsinnige und irrtümliche Küsse.

    Küsse von Heinrich von Kleist bis hin zu Margerite Duras, die so einzigartig in ihrer Wirkung sind, dass sie Literaturgeschichte schreiben.

    Buchhinweis: Peter von Matt. Sieben Küsse. Hanser, 2017.

    Annette König

  • Peter von Matt (Bild: Yvonne Böhler)

    Kuss-Szenen sind nicht trivial - Peter von Matt im Gespräch

    Auch Weltliteratur könne mit einer finalen Kuss-Szene enden. Denn was glücklich ende, sei nicht per se trivial. Aber glückliche Ausgänge, die würden ihn nicht sonderlich interessieren. Er habe vielmehr eine Vorliebe für schwierige, konfliktbehaftete Szenen.

    Und davon habe er sieben der grossartigsten Kuss-Szenen für sein Buch ausgewählt.

    Annette König

  • Der Film zum Buch (Bild: Keystone)

    «Der grosse Gatsby»: F. Scott Fitzgerald's Meisterwerk

    «Der grosse Gatsby» gehört zu jenen Büchern, die immer wieder aufs Neue faszinieren.

    Das liegt an seiner Tiefgründigkeit, seiner Vieldeutigkeit und seiner Aussagekraft hinsichtlich der Gesellschaft, die darin abgebildet wird: die Gesellschaft der Roaring Twenties, die die schweren Traumata des 1. Weltkriegs mit Masslosigkeit, Reichtum, Glamour und Partys zu verdrängen sucht und für die Jay Gatsby, die Hauptfigur des Romans, beispielhaft steht. Ein junger Mann, der durch einen einzelnen Kuss, einem zwanghaften Liebeswahn verfällt.

    Annette König