Von Strassenkindern und Wunderkindern

Ihre Eltern hatten sie in die Prostitution und in die Zwangsarbeit verkauft, jetzt haben sie in einem Kinderheim Zuflucht gefunden: die nepalesischen Jugendlichen Shakti, Achanda und Tarun. Es ist jener schicksalshafte Frühling 2015, als kurze Zeit später ein Erdbeben Tod und Zerstörung anrichtet. In seinem Roman «Die Dunkelheit zwischen den Sternen» hat der deutsche Autor Benjamin Lebert eigene Erfahrungen und Begegnungen literarisch verarbeitet: Er arbeitete für eine Hilfsorganisation in einem Kinderheim in Kathmandu.

Beiträge

  • Schlechte Startchancen (Bild: Keystone)

    Schlechte Startchancen

    Sie trauen nichts und niemandem mehr: der 15-jährige Achanda, die 14-jährige Shakti und der 10-jährige Tarun. Ihre Kindheit war geprägt von Gewalt, Missbrauch und Einsamkeit. Im Recovery Home finden sie endlich eine Art Zuhause.

    Abwechselnd erzählen sie im Roman «Die Dunkelheit zwischen den Sternen» ihre Geschichte, lassen uns teilhaben an ihren Sehnsüchten und Träumen.
    So gelingt Benjamin Lebert ein vielschichtiges Porträt von Menschen, die trotz miesen Startbedingungen an eine bessere Zukunft glauben.

    Buchhinweis: Benjamin Lebert. Die Dunkelheit zwischen den Sternen. S.Fischer, 2017.

    Luzia Stettler

  • Benjamin Lebert (Bild: Gunter Glücklich)

    Ein literarisches Wunderkind

    Benjamin Lebert war 17 Jahre alt, als 1999 sein erster Roman «Crazy» erschien. Das autobiografische Buch eines wilden Teenagers machte den Jungautor international bekannt und wurde auch verfilmt. «Die Dunkelheit zwischen den Sternen» ist bereits sein sechster Roman.

    Im Gespräch mit Luzia Stettler berichtet er von seinen Begegnungen mit den Strassenkindern Nepals. Und er erzählt aus seiner eigenen Jugend, die so ganz anders verlief als jene seiner aktuellen Romanfiguren: Lebert wurde als «literarisches Wunderkind» gefeiert und musste mit den Folgen eines frühen Erfolgs fertig werden.

    Luzia Stettler

  • Stefan Bachmann (Bild: Keystone)

    «BuchZeichen» trifft «HörPunkt»

    Parallel zum «BuchZeichen» findet auf SRF2 Kultur der mehrstündige «HörPunkt» mit jungen Schweizer Autorinnen und Autoren statt. Sie debattieren Fragen, die sie unter den Nägeln brennen.

    In einer Radiopremiere begegnen sich die beiden Literatursendungen live. Der HörPunkt-Gast Stefan Bachmann erzählt, was es braucht, um als Jungautor zu bestehen, und wie es ihm gelungen ist, bereits im Alter von 19 Jahren einen Bestseller zu schreiben: den Fantasy-Roman «Die Seltsamen».

    Luzia Stettler