Brief an Mutter und Vater

In ihrer zweiten Woche schreibt Lisa-Maria ihrer Mutter und ihrem Vater einen weiteren Brief und erzählt, wie ihre Arbeitstage in der Villa aussehen.

Lisa-Maria schnürt der Fabrikantengattin die Kleider am Rücken zu

Bildlegende: Auch der Fabrikantengattin helfen beim Anziehen gehört zu den Aufgaben eines Dienstmädchens. SRF/Oscar Alessio

Liebe Mama, lieber Papa

Ich habe jetzt wieder Zeit zum Schreiben. Jetzt muss ich nicht abwaschen. Ich erzähle euch ein wenig aus meinem Alltag.

Der besteht zum grössten Teil aus Abwaschen (25%), kochen, servieren, bedienen, putzen, drehen (für den Film, dazu später mehr), etc.! Ich habe schon ein Kalbsherz genäht mit Rose (Haushälterin) und Lebern. Es ist total spannend am Set (Drehort). Ich habe schon viele Schauspieler kennengelernt. Es ist immer interessant, ihnen beim Erzählen ihres Berufs zuzuhören.

Jetzt aber noch ein paar Fragen für Zuhause:

Haben wir schon ein neues Badezimmer?
Wisst ihr schon, wann ihr mich am Freitag holt?
Hat sich etwas in Subingen verändert?
Wie geht es Cara? (und der ganzen Familie?)

Naja, fertig gefragt! Wenn ich es noch schaffe, schreibe ich euch noch einen Brief. Aber mehr freuen würde ich mich, wenn ich noch einen Brief von euch bekommen würde!

Liebe Grüsse und Küsschen an:

Cara-Lucia, Mama, Papa, Fini, Chili, etc.

Von

Lisa-Maria