Heidi Caluori im Dienste der Kinder von Sao Paulo

1991 wollte Heidi Caluori nur ein halbes Jahr in Sao Paulo weilen und blieb. Die Kindergärtnerin aus Bonaduz (GR) hat dort eine Tagesschule eröffnet und ermöglicht Kindern aus einer Favela eine Schulbildung.

Pause in der Schule: Heidi Caluori sitzt mit Schülerinnen auf der Treppe.
Bildlegende: Heidi Caluori hat eine angesehene Tagesschule in einer Favela von Sao Paulo aufgebaut. zVg

Heidi Caluori wird von ihren Schülerinnen und Schülern liebevoll «Mami» genannt. Seit über zwanzig Jahren lebt die Bündnerin aus Bonaduz in Sao Paulo. In all den Jahren hat die 50-Jährige mit Herzblut und viel Überzeugungsarbeit eine Tagesschule für Kinder und Jugendliche aus einer Favela aufgebaut. Alles fing sehr bescheiden an. Heute bekommen ganze 600 Kinder und Jugendliche eine Schulbildung und die Chance fürs Leben.

Die Umgebung ist aber nicht ungefährlich und auch die Schule wurde schon überfallen. Selber ist die Kindergärtnerin Mutter von Zwillingsbuben, die auf eine Schweizer Privatschule gehen. In diesem Land zu leben, sei ein Spagat zwischen reich und arm: «Es freut mich, dass meine beiden Buben Freundschaften pflegen, mit Kindern aus den unterschiedlichsten Verhältnissen.»

Gespielte Musik

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Pascale Folke