Marc Schlup: «In der polnischen Weite ist mir wohl»

Vor sechs Jahren wanderte der heute 48jährige Stadtberner nach Gniezno (deutsch: Gnesen) in Polen aus. Eine Gegend mit guter Infrastruktur und keineswegs schlechten Strassen. Marc Schlup fragt sich sowieso, warum viele ein falsches Bild von Polen haben.

Aus Polen hat uns Marc Schlup dieses Bild geschickt. Es zeigt einen Platz in der polnischen Stadt Gniezno. Sie liegt rund 50 Kilometer östlich von Posen und ist Sitz des Erzbistums Gniezno.
Bildlegende: Aus Polen hat uns Marc Schlup dieses Bild geschickt. Es zeigt einen Platz in der polnischen Stadt Gniezno. Sie liegt rund 50 Kilometer östlich von Posen und ist Sitz des Erzbistums Gniezno. Marc Schlup

«Ich weiss auch nicht, warum alle meinen, in Polen werde geklaut, was nicht niet- und nagelfest sei», sagt Marc Schlup. Die Region um Gniezno sei richtig im Kommen. Westliche Firmen bauen Fabriken und Werke, weil dort günstig, aber zuverlässig und gut produziert werden kann. Die Kriminalität sei sehr tief, es habe nicht so viele Leute, wie in der Schweiz, alles sei für ihn einfach angenehmer und ruhiger, sagt Schlup. Ist er mit seinen beiden Hunden im Wald unterwegs, treffe er oft während Stunden keine Menschenseele. Das gefalle ihm.

Für die Sendung «Die fünfte Schweiz» hat er extra auf den sonntäglichen Kirchgang verzichtet. Das sei immer ein sozialer Event. Obwohl er selber nicht katholisch sei, seine philippinische Frau hingegen schon. Aber der Pfarrer, der sei ein Freund von ihm und vor der Predigt werde mit anderen Leuten zusammen (inklusive Pfarrer) gefrühstückt und anschliessend auch Mittag gegessen. Ein richtig gemütlicher Sonntag, wie der selbständige Berater verrät.

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