Ursula Oppikofer und die Hunde von St. Martin

Sie zog als junges Mädchen von Biel nach Norwegen. Sieben Jahre später dann nach Paris. Und jetzt lebt die 65-jährige Ursula Oppikofer seit mehr als 20 Jahren auf der karibischen Insel St. Martin. Wo sie ein Tierheim gegründet und einen Schönheitswettbewerb für Geissböcke ins Leben gerufen hat.

Ursula Oppikofer sitzt umringt von ihren Hunden auf einer Treppe vor dem Haus.
Bildlegende: Ursula Oppikofer hat in der Karibik ihre neue Heimat gefunden. zVg

Immer im Juli treffen sich auf St. Martin stolze Besitzer von stattlichen Geissböcken, damit der prächtigste auserkoren werde. Den Anlass gibt es seit 15 Jahren, und er hat sich zu einer wahren Attraktion für Einheimische und Touristen gemausert. «Ich muss jeweils lachen», sagt Ursula Oppikofer, «wenn die Auswärtigen glauben, es handle sich hier um eine uralte Inseltradition.»

«I love my island dog»

Unter diesem Namen hat die Frau, die Tiere schon als Kind liebte, ein Heim für Hunde gegründet. Da auf St. Martin Hunde kaum je kastriert werden, gibt es viele unerwünschte Jungtiere. Im Tierheim von Ursula Oppikofer werden sie kastriert, gechipt und an gute Plätze vermittelt. Auch sie selber hat einige Hunde bei sich aufgenommen. «Diejenigen, die sonst niemand will, weil sie alt sind oder nur noch drei Beine haben, die bleiben bei mir.»

Multi-Kulti unter der Sonne

Auf St. Martin leben Menschen aus aller Welt, was Ursula Oppikofer sehr gefällt. Ebenso wie der Sonnenschein und die Wärme das ganze Jahr über. Jeden Morgen nimmt sie in ihrem Garten mit Blick aufs Meer eine Freiluft-Dusche. Und jeden Tag geht sie im Meer schwimmen. Nein, wieder in der Schweiz zu leben, das könnte sie sich eher nicht vorstellen. Zu sehr fühlt sie sich ihren Inselhunden verpflichtet. Und zu sehr würden Sonne und Meer ihr fehlen.

Gespielte Musik

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Doris Rothen