Vreni Wirth: Farmerin mit Herz in Südafrika

In der Schweiz wurde es Vreni Wirth zu eng. Die Thunerin packte vor sieben Jahren ihren Koffer und wanderte nach Südafrika aus. In Melville, in der Nähe von Durban, liegt die Farm ihres Bruders, der in Saudi-Arabien lebt und arbeitet.

Vreni Wirth mit einem schwarzen Kind beim Stricken.
Bildlegende: Vreni Wirth hat in Südafrika eine Farm und ein Herz für arme Kinder. zvg

Lange lag die Farm von Vreni Wirths Bruder brach. Nun haucht sie dem Anwesen neues Leben ein. Sie kümmert sich liebevoll um den riesigen Gemüsegarten und die Parkanlage. Auf der Plantage werden hauptsächlich Macadamia-Nüsse angepflanzt.

Alleine als weisse Frau in Südafrika zu leben, sei nicht immer einfach, sagt Vreni Wirth: «Weisse Frauen werden von den Schwarzen nicht unbedingt akzeptiert. Aber ich habe ein tolles Verhältnis zu meinen Mitarbeitern aufgebaut.» Gefährlich könne es nur werden, wenn man sich nicht an die Ratschläge der Schwarzen halte, so die Farmerin: «Sie haben mir geraten, nie alleine an den Strand zu fahren.»

Neben der harten Arbeit auf der Farm engagiert sich Vreni Wirth mit viel Herzblut für arme Kinder. In Südafrika prallen viele Welten aufeinander. Aber trotz der schwierigen Lage im Land denkt Vreni Wirth nicht an eine Rückkehr in die Schweiz: «Ich bin gerne Schweizerin, aber in Südafrika habe ich meine Freiheit gefunden.»

Gespielte Musik

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Pascale Folke