Das Klima im Engadin

Am Wochenende des 14./15. Dezembers 2013 finden in St. Moritz die alljährlichen Ski-Weltcup-Rennen der Frauen statt. SRF-Meteorologe Felix Blumer ist als Wetterexperte vor Ort und befasst sich aus gegebenem Anlass mit dem Wetter und dem Klima im Engadin.

Das Engadin ist ein zentralalpines Längstal. Solche Täler zeichnen sich allgemein durch grosse Trockenheit aus, sind sie doch von Norden und von Süden her durch hohe Berge geschützt. Ähnlich sind die geographische Lage und damit auch die Klimabedingungen im Wallis. Als weitere Spezialität kommt dazu, dass das Oberengadin ein Hochtal ist, mit einer Höhenlage von 1600 bis 1900 Meter.

Wichtigster Klimafaktor ist die Trockenheit. So hat Samedan nur 713 Millimeter Jahresniederschlag, im Vergleich zu 842 Millimetern in Basel, das auch schon als relativ trocken gilt. Noch deutlicher fällt der Unterschied bei den Niederschlagstagen aus. Während Basel 120 Tage mit Niederschlag hat, sind es in Samedan nur 89. Auf Grund der Höhenlage ist es allerdings im Engadin sehr frisch. Die Jahrestemperatur beträgt in Samedan nur 2,0 Grad, in Sils-Maria sogar nur 1,6 Grad. Zum Vergleich: In Zürich beträgt die mittlere Jahrestemperatur 8,5 Grad.

Eine Spezialität des Engadiner Wetters ist auch der Malojawind, der im Bergell entsteht, und am Nachmittag vom Maloja her durch das Oberengadin fegt.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: SRF METEO