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So ticken die Klimastreikenden Wenn die Jungen aufbegehren

Sie sind jung, hartnäckig und bestens informiert. Jonas, Nele, Pauline, Nico, Nina und Mirjam sind Teil der Klimastreikbewegung, die seit letztem Dezember für Kontroversen in der Politik, aber auch in der Gesellschaft sorgt. Was motiviert die Jugendlichen auf die Strasse zu gehen?

Legende: Video Nele und Pauline: «Die Klimabewegung ist unparteiisch.» abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus DOK vom 14.03.2019.

Nele und Pauline gehen in Basel ans Leonhard Gymnasium. Die beiden Freundinnen haben sich in der Jugendgruppe von «Amnesty International» kennengelernt – sonst waren sie bisher politisch nicht aktiv.

Den Anstoss gab Greta

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg habe Nele und Pauline klar gemacht, dass auch sie als Schülerinnen aktiv für ihre Zukunft kämpfen können, sagen die beiden. Darum haben sie sich der Klimastreik-Bewegung angeschlossen und organisieren auf regionaler Ebene Versammlungen, an denen neue Projekte und Ideen koordiniert werden.

Klimaaktivistin am WEF

Greta Thunberg in Davos am WEF
Legende:Greta Thunberg in Davos am WEFKeystone

Mit ihrer Rede an der Klimakonferenz von Katowitz hat die junge Schwedin Greta Thunberg viele Jugendliche aufgerüttelt, und eine Dynamik in die Klimadiskussion gebracht, wie sie niemand erwartet hätte. mehr ...

«Ich hatte einst Hobbies»

Jonas ist Kantonsschüler in Wetzikon im Zürcher Oberland und dabei, seit es im Dezember die ersten Schülerstreiks gab. Der 17-Jährige war schon vorher politisch aktiv und ist letzten Sommer der Juso beigetreten.

Er sagt über sich selbst: «Ich hatte einst Hobbies, seit zwei Monaten bin ich jedoch daran, Klimastreiks zu organisieren und die Welt ein bisschen zu retten.» Was locker tönt, ist ihm ein ernstes Anliegen. «Wir haben jetzt die einmalige Möglichkeit unser Schicksal neu zu definieren. Sonst ist es zu spät», sagt er. An seiner Schule gibt es eine Gruppe, die mitkämpft.

Legende: Video Jonas: «Wir haben gerade angefangen, einen Riesenwirbel zu machen und wir werden insistieren.» abspielen. Laufzeit 02:38 Minuten.
Aus DOK vom 14.03.2019.

«Es sollen sich alle über ihren Konsum bewusst werden»

Nina isst kein Fleisch, seit sie drei Jahre alt ist. Letztes Jahr flog sie mit der Familie noch nach Marokko, aber heute würde sie auf die Reise verzichten, wie sie im Interview sagt.

Aktiv wurde die 17-Jährige wegen ihres Kollegen Nico. Im Dezember hat sich die Gymischülerin aus Münchenbuchsee der Klimabewegung angeschlossen. Zusammen mit Nico und ein paar anderen will sie erreichen, dass Fleisch in der Mensa die Ausnahme ist und im Gespräch mit dem Rektor wird diskutiert, die Klassenzimmer nur noch auf maximal 21 Grad zu heizen. «Alle Menschen sollten sich ihres Konsums bewusst werden», sagt Nina, «aber es braucht auch Lösungen seitens der Politik».

Die Klimastreik-Gruppe versteht sich als ausserparlamentarische Opposition und verweigert sich der Vereinnahmung durch politische Parteien. Der Klimaschutz sei keine Frage von links oder rechts, er betreffe alle.

Legende: Video Nina: «Ich werde auf viele Sachen noch viel konsequenter achten.» abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
Aus DOK vom 14.03.2019.

«Die Faktenlage ist klar»

Mirjam schliesslich ist 19-jährig und wohnt in Sarnen im Kanton Obwalden. Sie geht in die Kantonsschule Musegg in Luzern und engagiert sich im Organisationskomitee der Klimastreikbewegung seit der ersten Stunde. Längst überfällig sei die Bewegung gewesen, denn die Faktenlage sei klar, sagt sie.

Legende: Video Mirjam: «Wir müssen jetzt etwas für unsere Zukunft machen.» abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus DOK vom 14.03.2019.

Der Dokfilm zum Thema:

Legende: Video Klimastreik – Wenn die Jungen aufbegehren abspielen. Laufzeit 49:54 Minuten.
Aus DOK vom 14.03.2019.

103 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Hauri (manu)
    Diese Jungen gehen perfekt vor und sie sind unsere Rettung. Was die Politiker noch nicht verstanden haben, ist, dass mit den neuen Medien eine völlig neue Art entstanden ist, wie Probleme gelöst werden können. Ein Mädchen allein kann eine weltweite Bewegung auslösen. Sie wird dabei von etablierten Medien unterstützt. Die Politiker braucht es nach wie vor, doch sie können nicht mehr so ineffektiv und am Gemeinwohl vorbei Entscheidungen fällen. Gerade in diesem Jahr der Wahlen.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die "Generation Selfie" gefällt sich selbstverständlich an Demos, so lange es nicht zu heftig wird, da kann man unendlich Fotos machen, posten etc. einige haben dann noch die Chance im Fernsehen aufzutreten und noch mehr mediale Präsenz zu erhalten. Mehr Gehalt hat diese Bewegung nicht. Sobald das mediale Interesse abebbt werden die Demos aufhören.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Von jeher, gabe es junge Menschen, Menschen, welche sich für eine gute Sache öffentlich und friedlich einsetzten. Umwelt- und Klimaveränderungen, vielfältige Vergiftung, Vertrahlung Zerstörung der Lebensgrundlage der Menschheit durch gewissenlose, egoistische, von Habgier getriebenen Leuten, verantwortungslosen "KonsumentenInnen", Vermüllung: das alles ist ein trauriges, beschämendes Faktum!! Das dümmste Lebewesen der Welt, ist der Mensch, welcher sich selber zerstört!!
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