Asperger – «Mein Sohn tickt anders»

In der Schweiz leben rund 7500 Personen mit der Diagnose «Asperger-Syndrom», einer Form von Autismus. Corinne Freys Sohn Elia hat erst im Alter von 12 Jahren und nach schwierigen Jugendjahren die Diagnose erhalten. Corinne Frey blickt auf die Geschichte ihrer Familie und Elias Schulkarriere zurück.

Ein Knabe spaziert im Nebel, von hinten fotografiert.
Bildlegende: Menschen mit Asperger-Syndrom wirken auf Aussenstehende seltsam und auf eigene Ideen fixiert. Colourbox

Jedes Jahr erhalten rund 300 Kinder - mehrheitlich Knaben - die Asperger-Diagnose. Menschen mit einem Asperger-Syndrom haben Mühe zu kommunizieren und sich auf neue Situationen einzustellen. Sie wirken auf Aussenstehende seltsam und auf eigene Ideen fixiert.

Weil man ihnen ihre Andersartigkeit nicht ansieht, ist die Diagnose schwierig zu stellen, insbesondere bei Kindern. Diese Erfahrung hat auch die heute 47-jährige Corinne Frey aus dem aargauischen Turgi gemacht. Ihr Sohn Elia ist heute 17-jährig. Erst im Alter von 12 Jahren und nach schwierigen Jugendjahren hat er die Asperger-Diagnose erhalten. Später wurde er während Jahren zuhause von seiner Familie unterrichtet.

Corinne Frey erzählt in der Sendung «Doppelpunkt», wie sie immer wieder an ihre Grenzen gestossen ist - und trotzdem immer wieder einen gangbaren Weg für Elia gefunden hat. «Es ist ein exemplarischer Fall, der sich so hoffentlich heute nicht wiederholen kann», erklärt der Zürcher Jugendpsychiater Ronnie Gundelfinger dazu.

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Tommy Dätwyler