Von St. Gallen bis Santiago: Auf den Spuren der modernen Pilger

Ob es das Grab des Apostels Jakobus tatsächlich gibt ist umstritten. Doch die Anziehung des Jakobswegs nimmt jährlich zu. 1970 liefen etwa 100 PilgerInnen in Santiago de Compostela ein, heute sind es über 270'000. Ein Grund dafür ist die boomende Outdoor-Branche. Aber es gibt viele mehr.

Drei Pilger am Ziel.
Bildlegende: Endlich am Pilgerziel in Santiago de Compostela. SRF

«Das Leben ist viel kompliziert geworden, viele sehnen sich nach Einfachheit. Auf dem Jakobsweg spürt man Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen, die man sonst gar nicht mehr kennt», sagt Pilgerexperte Josef Schönauer in der Pilgerherberge St. Gallen. Die Religion sei nicht der Grund für die stetige Zunahme der Pilger, wobei es schwierig sei, auf dem Weg Atheist zu bleiben, fügt der ehemalige Seelsorger hinzu.


Der «Doppelpunkt» macht sich auf die Spuren der modernen Pilger von St. Gallen bis Santiago, spricht mit vielen – an Wanderschuhen und Jakobsmuschel einfach erkennbaren – Pilgern über Träume, Blasen und den Reiz ihrer Reise.

Autor/in: Patricia Banzer, Moderation: Regi Sager