Abzocker-Initiative oder neues Aktienrecht?

  • Dienstag, 9. Juni 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. Juni 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 9. Juni 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Ständerat will die Abzocker-Initiative mit einer Reform des Aktienrechts verhindern. Konkrete Entscheide wurden aber noch nicht gefällt.

Weitere Themen:

Rasern soll jahrelang der Führerausweis entzogen werden, schlägt eine überparteiliche Parlamentarier-Gruppe vor.

Die Karstadt-Mutter Arcandor ist pleite.

In den USA dürfen zehn Grossbanken die Milliarden-Staatshilfen nun zurück zahlen.

Beiträge

  • Reform des Aktienrechts statt Abzocker-Initiative

    Die Abzocker-Initiative will Lohn-Exzesse auf den Chefetagen verhindern. Diesem populären Anliegen im Volk will die Politik mit einer Reform des Aktienrechts begegnen.

    Der Ständerat hat sich als erster der beiden Räte des Geschäfts angenommen. Aber die Voten waren so umfassend, dass nur einige wenige Pflöcke eingeschlagen werden konnten.

    Beat Soltermann

  • Härter gegen Raser vorgehen

    Eine überparteiliche Parlamentarier-Gruppe will härtere Massnahmen gegen Raser. Mehrere der Vorstösse unterstützt auch Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

    So fordert sie beispielsweise, Rasern den Ausweis für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zu entziehen. Auch über höhere Bussen und längere Freiheitsstrafen lasse sich diskutieren, sagt Eveline Widmer Schlumpf.

    Nicht einverstanden ist Widmer-Schlumpf jedoch damit, dass Raser-Urteile mit Namen und Nationalität publiziert werden sollen.

    Pascal Krauthammer

  • Drittes Konjunkturprogramm umstritten

    Soll es ein drittes Schweizer Konjunkturprogramm geben oder nicht? Die Meinungen dazu gehen weit auseinander.

    Economiesuisse warnt vor einer Überschuldung des Staates, während der Gewerkschaftsbund ein umfangreiches Konjunkturprogramm für acht Milliarden Franken verlangt.

    Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) hat nun eine Untersuchung zur Frage eines dritten Konjunkturpaketes durchgeführt.

    Urs Siegrist

  • Karstadt-Mutter Arcandor ist pleite

    Arcandor, der Mutterkonzern der deutschen Warenhäuser von Karstadt und des Versandhauses Quelle, hat Konkurs angemeldet.

    In Deutschland beschäftigt Arcandor über 50'000 Leute. Diese kämpften in den vergangenen Tagen mit Demonstrationen und Unterschriftensammmlungen für die Rettung ihrer Arbeitsplätze.

    Ursula Hürzeler

  • US-Banken dürfen Staatshilfe zurückzahlen

    In den USA dürfen zehn Grossbanken die Milliarden-Beträge, die sie im vergangenen Herbst vom Staat erhalten haben, nun zurückzahlen.

    Das hat das Finanzministerium entschieden nach eingehender Prüfung der Finanzlage der Geldhäuser.

    Für Walter Niederberger, Wirtschafts-Korrespondent des Tages-Anzeigers, ist dies ein relativ ermutigendes Zeichen, dass das Gröbste der Krise überstanden ist.

    Hans Ineichen

  • Lange Haftstrafe im Mafia-Prozess gefordert

    Im grössten Mafia-Prozess, der je in der Schweiz statt gefunden hat, sind die Strafanträge gestellt worden. Viereinhalt Jahre Freiheitsentzug verlangt der Staatsanwalt für einen der Hauptangeklagten.

    Der Staatsanwalt des Bundes, Lienhard Ochsner, brauchte drastische Worte, um die Dimensionen des gigantischen Falls von Zigaretten-Schmuggel und Geldwäsche zu umschreiben.

    Alexander Grass

  • Gabuns Präsident Bongo gestorben

    Der dienstälteste Staatschef Afrikas ist tot. Omar Bongo, Präsident des zentral-afrikanischen Gabun, verstarb im Alter von 73 Jahren in einem Spital in Barcelona.

    Bongo regierte das kleine, erdölreiche Land während 42 Jahren autokratisch. Dadurch und durch seine innige Verbindung mit der einstigen Kolonialmacht Frankreich verkörpert Bongo ein Afrika der Vergangenheit.

    Doch mit Bongos Tod verschwindet dieses Afrika nicht.

    Ruedi Küng

  • Die Lehren der Wissenschaft aus der Krise

    Das Ausmass der Finanzkrise hat nicht nur die Banken überrascht, auch die Wirtschaftswissenschaft hatte trotz ausgeklügelten Risiko-Modellen die Kettenreaktion nicht vorausgeahnt.

    Inwiefern hat die Krise zu einem Umdenken an den Universitäten geführt?

    Dieser Frage geht Wirtschaftsredaktorin Susanne Giger an einem Workshop der Universität St. Gallen, nach wo sich Studierende des Finanz-Masterlehrganges mit alternativen Anlagemodellen beschäftigen.

    Ausserdem spricht sie mit dem emeritierten Wirtschaftsprofessor Bruno S. Frey.

    Susanne Giger

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Isabelle Jacobi