Bauernverband gegen Agrar-Liberalisierung

  • Donnerstag, 11. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 11. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 11. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Schweizerische Bauernverband stellt sich den Agrarhandel mit der EU anders vor als der Bundesrat. Er will keine vollständige Liberalisierung, sondern eine schrittweise Marktöffnung.

Weitere Themen:

Liechtensteins Fürst Hans-Adam II. sorgt für neue Spannungen in den Beziehungen zu Berlin.

Die Krankenkassenprämien dürften nächstes Jahr wieder stärker steigen als in den vergangenen Jahren.

Bolivien will den US-Botschafter wegen Anstachelung zu gewaltsamen Unruhen des Landes verweisen.

Beiträge

  • Der Schweizerische Bauernverband ist gegen einen Agrar-Freihandel mit der EU.

    Kehrtwende der Bauern in Sachen Liberalisierung

    Der Schweizerische Bauernverband stellt sich den Agrarhandel mit der EU anders vor als der Bundesrat. Er wünscht sich eine schrittweise Marktöffnung im Rahmen der bilateralen Verträge.

    Die Landesregierung strebt eine vollständige Liberalisierung an. Ein Freihandelsabkommen käme einem Schock gleich und führe für die Bauern zu grossen Einkommens-Einbussen, so Verbandspräsident Hansjörg Walter.

    Das sind neue Töne der Schweizer Bauern. Denn noch vor wenigen Monaten hiess es beim Verband, man sei im Prinzip nicht gegen den Freihandel mit der EU.

    Priscilla Imboden

  • Liechtensteins Fürst Hans-Adam II.

    Applaus und Kritik für Liechtensteins Fürst

    Liechtensteins Fürst Hans-Adam II. hat für neue Spannungen in den Beziehungen zu Berlin gesorgt. Für die jüngste zweifelhafte Äusserung erntet der Fürst zu Hause sowohl Applaus als auch Kritik.

    In einem Brief an das Jüdische Museum in Berlin hat er Deutschland in die Nähe eines «Vierten Reichs» gerückt. Es ging darum, dass das Museum ein Bild bei der Fürstenfamilie für eine Ausstellung ausleihen wollte.

    Bislang hielt sich die Bundesregierung in Berlin mit Kommentaren diplomatisch zurück. Beobachter sprachen allerdings von einem neuen Tiefpunkt. Das Klima zwischen Deutschland und Liechtenstein war nach der jüngsten Steueraffäre ohnehin getrübt.

    Roland Wermelinger

  • Steigende Kosten für medizinische Leistungen führen zu steigenden Krankenkassenprämien.

    Düstere Prognosen für Krankenkassenprämien

    Die Krankenkassenprämien dürften nächstes Jahr stärker steigen als in den vergangenen Jahren. Dies haben Vertreter des Krankenkassen-Verbands Santésuisse angekündigt.

    Begründet wird der erwartete Prämienschub mit den höheren Kosten in den Spitälern und Laboratorien. Die Gesundheitskosten würden dieses Jahr bis zu sechs Prozent steigen. Das Bundesamt für Gesundheit wird die Krankenkassenprämien für 2009 demnächst bekannt geben.

    Der Krankenkassen-Verband scheint im Gesundheitswesen omnipräsent. Doch die grossen Kassen proben den Aufstand gegen den Verband. Sie handeln immer mehr auf eigene Faust und rüsten sich für eine Zukunft mit mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen.

    Dominik Meier

  • Mit organisierten Unruhen soll Präsident Morales in die Enge getrieben werden.

    Bolivien verweist US-Botschafter des Landes

    Boliviens Präsident Evo Morales hat die USA für die jüngsten Proteste gegen seine linke Regierung verantwortlich gemacht und will den US-Botschafter des Landes verweisen.

    «Der Vertreter der Vereinigten Staaten schmiedet ein Komplott gegen die Demokratie und will Bolivien spalten», sagte Morales in einer Rede im Präsidentenpalast in La Paz und erklärte den US-Diplomaten zur «Persona non grata».

    Dieser Rausschmiss ist ein neuer Höhepunkt in der bolivianischen Krise: Fünf Teilstaaten in der Hand der Opposition machen seit Monaten Druck gegen die linke Reformregierung. Mit organisierten Unruhen und Plünderungen soll Präsident Morales in die Enge getrieben werden.

    Ulrich Achermann

  • Amerikanische Spezialtruppen im Einsatz.

    Bush genehmigt Bodeneinsätze in Pakistan

    US-Präsident George W. Bush hat Medienberichten zufolge erstmals grünes Licht für Bodeneinsätze von US-Spezialtruppen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan gegeben.

    Dies sei eine Kehrtwende in der bisherigen US-Politik, berichtete die «New York Times». In den vergangenen sieben Jahren habe die US-Regierung immer versucht, mit den Pakistanern im Kampf gegen die in dem unzugänglichen Grenzgebiet zu Afghanistan verschanzten Terroristen und radikal-islamischen Taliban zusammenzuarbeiten.

    Die geheim gehaltene Anweisung erliess Bush laut «New York Times» bereits im Juli. In Pakistan gibt es starken Widerstand gegen solche US-Einsätze.

    Simone Fatzer

  • In Pakistan werden viele Menschen vermisst.

    Terror-Bekämpfung verschluckt Menschen in Pakistan

    Die Terror-Anschläge auf die USA vom 11. September 2001 haben vieles verändert. Auch das Leben der Pakistanerin Amina Masood. Ihr Ehemann ist vor gut drei Jahren in Pakistan verschwunden.

    Er war auf dem Weg von Rawalpindi nach Peshawar. Amina Masood ist überzeugt, dass ihr Ehemann wie Tausende andere vom pakistanischen Geheimdienst entführt und verschleppt worden ist.

    Amina Masood und andere Familienangehörige von Verschwundenen haben 2006 die Gruppe «Defence of Human Rights» gegründet.

    Ruedi Mäder

  • In der Danziger Werft können Schiffe nur noch dank hoher Staats-Subventionen gebaut werden.

    Danziger Werft vor dem Aus

    In der Danziger Werft können Schiffe nur noch dank hoher Staats-Subventionen gebaut werden. Das verstösst gegen EU-Recht. Deshalb fordert Brüssel von der polnischen Regierung einen Sanierungsplan.

    Liegt bis morgen Freitag kein realistischer Restrukturierungsplan vor, muss das Unternehmen wohl schliessen. Die Danziger Werft ist aber nicht nur ein Teil polnischer Wirtschaft, sondern auch der polnischen Geschichte.

    Das Bild ging um die Welt, als Elektriker Lech Walesa auf der Schiffswerft in Danzig vor versammelter Arbeiterschaft die Gründung der Solidarnosc verkündete, der ersten unabhängigen Gewerkschaft im damaligen Ostblock. Das war im Sommer 1980 und markierte den Anfang vom Ende der kommunistischen Diktatur.

    Marc Lehmann

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Urs Bruderer