Bin Ladens Fahrer als Terrorhelfer verurteilt

  • Mittwoch, 6. August 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 6. August 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 6. August 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Ein Militärgericht im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba hat das ehemalige Al-Kaida-Mitglied Salim Hamdan wegen Beihilfe zum Terrorismus schuldig gesprochen. Kritiker sprechen von einem Schauprozess.

Weitere Themen:

Weiteres Kapitel im Atomstreit mit Iran: Die Führung in Teheran lässt ein Ultimatum zunächst verstreichen, reagiert dann doch noch, aber völlig unzureichend.

Das Departement von Finanzminister Hans-Rudolf Merz rechnet neu mit einem Einnahmeüberschuss von rund drei Milliarden Franken.

Immer mehr Menschen suchen Abenteuer und Nervenkitzel beim Bergsteigen - und immer mehr kommen ums Leben. Kenner geben der Kommerzialisierung des Sports die Schuld.

Beiträge

  • Als Terrorhelfer verurteilt: Salim Hamdan.

    Militärgericht spricht Bin Ladens Fahrer schuldig

    Im ersten Prozess gegen einen Guantanamo-Insassen ist der Angeklagte, der ehemalige Fahrer von Osama Bin Laden, schuldig gesprochen worden. Das genaue Strafmass wird später festgelegt.

    Das Militärgericht im umstrittenen Gefangenenlager auf Kuba kam in seinem Urteil zum Schluss, der Jemenit Salim Hamdan habe «wesentliche Unterstützung für den Terrorismus» geleistet. Vom schwereren Vorwurf der Verschwörung sprach die Militärjury ihn aber frei. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass er zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wird.

    Kritiker halten die urteilenden Militärkommissionen für verfassungswidrig, weil sie grundlegende Rechte der Angeklagten einschränken. Menschenrechtsorganisationen sprachen von einem Schauprozess.

    Ruedi Mäder

  • «Destination Wichita»: Virginia

    Auf seiner Reise nach Wichtia macht Peter Voegeli im Südwesten Virginias am Fusse der Appalachen halt. Das Gebirge ist 2400 Kilometer lang und erstreckt sich vom kanadischen Québec bis hinunter in den US-Bundesstaat Alabama.

    Southwest Virginia ist einer der ärmsten Landstriche der USA. Die Menschen hier schlagen sich mit Problemen herum, die man so weit draussen nicht erwarten würde: Southwest Virginia hat ein riesiges Drogen-Problem.

    Peter Voegeli

  • Die Urananreicherungsanlage Natanz in Iran.

    Iran hält Sechsergruppe weiter hin

    Seit Jahren streitet der Westen mit Iran darüber, wieviel Freiheit das Land im Umgang mit seinem Atomprogramm hat. Immer wieder werden Forderungen erhoben und Fristen gesetzt. Gerade ist wieder eine verstrichen.

    Vor zwei Monaten hatte die sogenannte Sechsergruppe - die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland - Iran einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Bis Ende vergangener Woche hätte die Regierung in Teheran antworten sollen. Doch die Frist verstrich, genauso wie eine Verlängerung bis am Dienstag um Mitternacht.

    Zwar erhielt die Sechser-Gruppe einen Brief. Der aber enthält keine substanzielle Antwort, wie selbst iranische Beamte einräumen.

    Fredy Gsteiger

  • Überschuss in der Bundeskasse.

    Bund erwartet drei Milliarden Franken Überschuss

    Beim Bund sprudeln die Einnahmen - und zwar stärker als erwartet. Den jüngsten Prognosen zufolge wird der Überschuss in diesem Jahr deutlich höher ausfallen als bislang berechnet. Er dürfte bei drei Milliarden Franken liegen.

    Gründe für die unerwarteten Einnahmen sind die gute Konjunktur und die geringeren Ausgaben. Mehreinnahmen erwartet der Bund vor allem aus der Mehrwertsteuer und den Mineralölsteuern auf Treibstoffen. Auch bei der Verrechnungssteuer sind die Einnahmen höher als erwartet.

    Geraldine Eicher

  • Windkraftwerk auf dem Mont Crosin im Berner Jura

    Übereinkunft für saubere Energie

    Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat sich mit den Berner Kraftwerken BKW auf Richtlinien für Windkraftprojekte geeinigt. Das ist überraschend, denn bisher hatten es sich beide Seiten nicht gerade leicht gemacht.

    Immer wieder hatte der Landschaftsschutz Windparks mit Klagen verzögert. Mit der Übereinkunft wollen die BKW und die Landschaftsschützer nun einen neuen Weg für die Windkraft-Entwicklung in der Schweiz gehen.

    Priscilla Imboden

  • Der K2, der zweithöchste Berg der Welt.

    Der Wandel des Alpinismus

    Gleich mehrmals hatte es in den vergangenen Wochen tragische Unfälle an den höchsten Bergen der Welt gegeben. Zunächst das Drama am Nanga Parbat, vor kurzem das Unglück am K2. Kritiker sind sicher, dass diese Häufung kein Zufall ist.

    In ihren Augen ist die Kommerzialisierung des Alpinismus schuld. Der Extrembergsteiger Norbert Joos hat die Gipfel von mehr als einem Dutzend Achttausender ohne Sauerstoff erreicht. Die Frage an ihn: So viele Bergsteiger haben den Aufstieg zum K2 mit dem Leben bezahlt - muss man da nicht fast mit einem Unglück rechnen?

    Simone Fatzer

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Filliger