Die Proteste in Burma weiten sich aus

  • Donnerstag, 27. September 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 27. September 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 27. September 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Der Auslöser der Demonstrationen in Burma waren Preiserhöhungen für Treibstoff und Lebensmittel. Darauf gingen zahlreiche Mönchsgemeinschaften auf die Strasse.

Das Regime reagierte mit Drohungen und Gewalt. Nun lässt auch die die Zivilbevölkerung ihrem Unmut freien Lauf, während die Mönche von der Staatsgewalt in ihren Klöstern festgehalten werden.

Weitere Themen:

Krankenkassen-Prämien steigen nur mässig - vorerst.

Armeewaffen und -munition sollen getrennt aufbewahrt werden.

Taliban bekennen sich zur Entführung von vier IKRK-Mitarbeitern.

Beiträge

  • Weitere Demonstrationen in Burma

    Die Proteste der rotgewandeten Mönche in Burma weiten sich immer mehr zu eigentlichen Massendemonstrationen aus. In der südlichen Stadt Rangun forderten Zehntausende mehr Demokratie und die Freilassung der Oppositionspolitikerin und Friedensnobel-preisträgerin Aung San Suu Kyi.

    Die buddhistischen Mönche sind von den Strassen verschwunden. Sie werden offenbar von den Militärs in den Klöstern festgehalten.

    Anita Richner im Gespräch mit dem Südostasien-Korrespondenten der NZZ

  • Die Hintergründe der Demonstrationen

    Am Anfang der Proteste in Burma stand die Erhöhung der Preise von Lebensmitteln und Benzin. Wirtschaftlich ist das Land sehr angeschlagen und gehört trotz Bodenschätzen zu den ärmsten der Region.

    Hans-Bernd Zöllner vom Asieninstitut der Universität Hamburg über die Situation in Burma und die Unfähigkeit des Militärregimes, die miserable wirtschaftliche Situation im Land in den Griff zu kriegen.

    Anita Richner

  • Krankenkassen-Prämien steigen - vorerst - nur moderat

    Die Prämien für die Krankenkassen steigen im Durchschnitt nur um ein halbes Prozent - so wenig wie noch nie seit Einführung des neuen Krankenversicherungsgesetzes.

    Auch für die nächsten Jahre seien die Aussichten durchaus rosig, versicherte Gesundheitsminister Couchepin. Doch ganz so glanzvoll, wie er sie darstellte, ist die Situation nicht.

    Gaby Szöllösy

  • Nationalrat will Waffen und Munition trennen

    Das Sturmgewehr im Haus, die Munition im Zeughaus - der Nationalrat will Armeewaffen und Armeemunition trennen.

    Die Debatte während der Herbstsession zeigte aber, dass diese Frage auch die Geister deutlich trennt, nicht nur nach linken und rechten. Auch nach weiblichen und männlichen.

    Rolf Camenzind

  • Taliban bestätigen Entführung von IKRK-Mitarbeitern

    Vermutlich unabsichtlich haben sich die Taliban zur Entführung von vier IKRK-Mitarbeitern bekennt. Man habe nicht gewusst, um wen es sich bei den Entführten handle, behauptete ein Taliban-Sprecher.

    Diese jüngste Entführung könnte für Afghanistan schwerwiegende Folgen haben. Denn viele internationale Organisationen erwägen wegen der eskalierenden Gewalt derzeit den Rückzug aus dem Land. Wenn selbst das Rote Kreuz angegriffen wird, könnte das solche Entscheide noch beschleunigen.

    Fredy Gsteiger

  • Israel beschiesst den Gazastreifen

    Die israelische Luftwaffe hat im Gazastreifen wieder Angriffe geflogen. Dabei wurden mindestens elf Palästinenser getötet und über 20 verwundet. Laut unabhängigen Nachrichtenagenturen sind auch Zivilisten unter den Opfern.

    Israel begründet die Einsätze mit dem anhaltenden Beschuss von Sderot durch palästinensische Kassam-Raketen. Und Verteidigungsminister Ehud Barak droht einer neuen, grossen Invasion in den Gazastreifen.

    Iren Meier

  • Labour profiliert sich mit konservativen Themen

    Zum Abschluss des Labour-Parteitags im englischen Seebad Bournemouth haben die Innenministerin und der Justizminister neue Massnahmen zum Schutz vor Vandalen und mehr Rechte zur Selbstverteidigung gegen Kriminelle angekündigt.

    Labour besetzt damit Themen, die den Konservativen lieb und teuer sind. Derweil dauern die Spekulationen um eine vorgezogene Neuwahl an.

    Martin Alioth

  • Was heisst Integration?

    Integration ist der Schlüssel in der Ausländerpolitik. Soweit herrscht Einigkeit von rechts bis links. Auch das neue Ausländergesetz, das nächstes Jahr in Kraft tritt, nennt den Grundsatz der Integration.

    Doch wo der Grundsatz konkret wird und von Forderungen, Angeboten und Konsequenzen die Rede ist, da fängt der Streit wieder an. Etwa um die sogenannten Integrationsvereinbarungen, zu denen auch in der Schweiz immer mehr Ausländer verpflichtet werden.

    Wie das neue Gesetz umgesetzt werden soll war Thema an einer Tagung in Bellinzona.

    Alexander Grass

Autor/in: Anita Richner