Die Türkei erwägt Militäraktionen im Nordirak

  • Dienstag, 9. Oktober 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. Oktober 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 9. Oktober 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Der türkische Ministerpräsident Erdogan geht in die Offensive: Er riskiert den offenen Konflikt gegen den Kurden im Nordirak - gegen den Willen der USA.

Weitere Themen:

Die deutschen Lokführer wollen vier Tage lang im Nahverkehr streiken.

Die beiden Spezialisten für Computer-Festplatten, der Deutsche Peter Grünberg der Franzose Albert Fert, erhalten den Physiknobelpreis.

Beiträge

  • Der türkisch-kurdische Konflikt verschärft sich

    In der Grenzregion zwischen dem Nordirak und der Türkei starben am Wochenende 13 türkische Soldaten. Die türkische Regierung beschuldigt kurdische Rebellen der PKK, die Tat begangen zu haben. Seither hat sich der Konflikt deutlich verschäft.

    Ministerpräsident Erdogan erwägt türkische Militäroperationen im Norden Iraks. Bisher hatte die türkische Regierung keinen solchen Eingriff im benachbrten Nordirak erlaubt - mit Rücksicht auf die USA. Die USA liessen nun wissen, sie hätten kein Interesse an einer Eskalation im Norden Iraks.

    Simone Fatzer im Gespräch mit Werner van Gent und Peter Vögeli

  • Der Regierung Prodi droht eine neue Krise

    15 Millionen italienische Arbeiter und Angestellte können bis Mittwoch entscheiden, ob sie der Sozialpolitik der Regierung Prodi

    zustimmen. Es handelt sich um eine Abstimmung über ein Kompromisspaket zu den Alterspensionen und Arbeitsbedingungen.

    Die Regierung Prodi hatte die Kompromisse mit den Gewerkschaften ausgehandelt. Prodi hofft, mit möglichst vielen Ja-Stimmen

    den linken Widerstand innerhalb seiner Koalition zu brechen. Ein riskantes Unterfangen.

    Rolf Pellegrini

  • Physik-Nobelpreis für Computer-Erneuerer

    Der Nobelpreis für Physik geht an den deutschen Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich und dem Franzosen Albert Fert von der Universität Paris. Sie teilen sich den Preis für die Entdeckung des so genannten Riesenmagneto-Widerstands.

    Dieser physikalische Effekt hat grosse praktische Bedeutung. Denn moderne Speicherplatten, wie sie heute in jedem Computer zu finden sind, stützen sich darauf.

    Christian Heuss

  • Müssen neue Medikamente immer teurer als alte sein?

    Neu entwickelte Medikamente sind in aller Regel teurer als alte. Die Pharam-Industrie begründet das jeweils mit hohen Entwicklungs-Kosten. Kritiker entgegnen dem, dass nur wenige neue Medikamente wirklich Neues bringen.

    Gesundheits-Ökonomen versuchen nun, verstärkt Kosten-Nutzen-Rechnungen in die Preisbildung für neue Medikamente einzubeziehen.

    Charles Liebherr

  • Justiz für jedermann verständlich

    Gesetzes-Texte sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln und der Richter eine unzugängliche Instanz. Der Kanton Waadt möchte diesen Graben zwischen Justiz und Bevölkerung verkleinern. Er lädt ein zu sogenannten «causeries», zu Deutsch Plauderstündchen.

    In lockerer Atmosphäre können Personen Richtern und Anwälten Fragen stellen. Und bekommen - für einmal - verständliche Antworten.

    Patrick Mülhauser

  • In Georgien nehmen die innenpolitische Spannungen zu

    Nach der sogenannten Rosenrevolution in Georgien hatten viele gehofft, die Politik in der Republik am Südkaukasus werde demokratischer, offener, ehrlicher. Solche Hoffnungen haben sich zerschlagen.

    Dies zeigt nicht zuletzt die rätselhafte Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister, der in der vergangenen Nacht nach 12 Tagen Haft entlassen wurde. Der Politiker war verhaftet worden, nachdem er Präsident Saakaschwili unter anderem ein Mordkomplott vorgeworfen hatte.

    Brigitte Zingg

  • Etgar Keret hält Israels Gesellschaft den Spiegel hin

    Die öffentliche Reflexion über die israelische Gesellschaft wird allzuoft durch den Nahost-Konflikt in den Hintergrund gedrängt.

    Einer, der immer wieder die israelische Gesellschaft hinterfragt, ist der israelische Schriftsteller Etgar Keret. Seine Geschichten haben Kultcharakter und werden von breiten Bevölkerungschichten gelesen. Keret meint dazu, er halte seiner Gesellschaft den Spiegel hin, nichts sonst.

    Martin Durrer im Gespräch mit Etgar Keret

Autor/in: Simone Fatzer