Einheitssatz für die Mehrwertsteuer

  • Donnerstag, 17. Januar 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 17. Januar 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 17. Januar 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat will die Mehrwertsteuer vereinheitlichen. Die Wirtschaft jubiliert, Konsumentenorganisationen und Krankenkassen protestieren.

Weitere Themen:

Novartis erwirtschaftet einen Rekord-Gewinn und baut Stellen ab.

In Kenia schiesst die Polizei erneut auf Demonstrierende.

Beiträge

  • Konsumenten kritsieren Mehrwertsteuer-Reform

    Finanzminister Merz spricht in Superlativen, wenn es um den einheitlichen Mehrwerststeuersatz von 6,1% geht, für den sich der Bundesrat entschieden hat.

    Die Reform sei kühn, radikal, eine Pioniertat: Doch diese Euphorie teilen nicht alle. Vor allem Konsumenten- und Gesundheitskreise wollen die Reform mit allen Mitteln bekämpfen.

    Katrin Hug

  • Die einheitliche Mehrwertsteuer freut nicht alle

    Mit der Vereinfachung der Mehrwertsteuer verspricht sich Bundesrat Hans-Rudolf Merz eine deutliche Entlastung der Wirtschaft.

    Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse begrüsst denn auch den Reform-Vorschlag.

    Doch eine gefährlich breite Koalition bildet sich gegen die Reform: All jene, die bisher vom verminderten Mehrwertsteuersatz profitiert haben.

    Priscilla Imboden

  • Die Kritik an der Unternehmssteuer-Refom wächst

    Der Unternehmenssteuer-Reform weht ein rauer Wind entgegen. Das Lager der Gegner unter den Wirtschafts-Wissenschaftlern wird immer grösser. Neuster Zugang ist Christian Keuschnigg, Professor in Sankt Gallen.

    Seine Stimme hat besonderes Gewicht, hat doch Keuschnigg jene Studie verfasst, auf die sich Finanzminister Merz jeweils beruft, wenn er die Unternehmenssteuer-Reform als Wachstums-Vorlage preist.

    Oliver Washington

  • Rekordgewinn und wenig Freude bei Novartis

    Novartis hat letztes Jahr einen Gewinn von 12 Milliarden Dollar erwirtschaftet, zwei Drittel mehr als im Vorjahr.

    Trotz Rekordgewinn ist die Bilanz des Basler Pharma-Konzerns durchzogen, weil das Wachstum kleiner war als erwartet. Die Firma sei gesund, sagen Analysten. Dennoch dümpelt der Aktienkurs seit Jahren an der Börse dahin.

    Sabine Manz

  • Der gesellschaftliche Kitt bröckelt

    Die Schweizer Wirtschaft läuft auf Hochtouren, die Arbeitslosigkeit ist so tief, wie schon lange nicht mehr. Da dürfte man eigentlich annehmen, dass immmer weniger Menschen sozial am Rand stehen.

    «Falsch», meint die Hilfsorganisation Caritas. Die Solidarität in unserer Gesellschaft nehme ab.

    Dieter Kohler

  • Italien ermittelt gegen ranghohe Politiker

    In Italien hat Premierminister Romano Prodi interimistisch auch das Amt des Justizministers Mastella übernommen. Gegen den Justizminister und seine Frau wird offiziell wegen Erpressung ermittelt.

    Insgesamt werden 21 weitere Personen überprüft, unter ihnen zahlreiche Mitglieder der Partei Mastellas, der christlichdemokratischen UDEUR. Die Anklagepunkte reichen von Amtsmissbrauch bis Erpressung.

    Rolf Pellegrini

  • Die Politik reagiert auf die Bankenkrise

    Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ein Bankinstitut in den USA oder Europa kräftige Abschreiber verkünden muss. Zuletzt gab das US-Investmenthaus Merill Lynch bekannt, sie habe im Hypothekengeschäft 14 Milliarden Dollar verloren.

    Weil die Krise im Bankenbereich auch die übrige Volkswirtschaft auf der ganzen Welt in Mitleidenschaft zu ziehen droht, reagieren nun die Politiker. Grossbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland überlegen sich, die Aufsicht über die Banken zu verschärfen.

    Massimo Agostinis

  • Umstrittene Ausreise-Zentren

    Seit Anfang Jahr sind die Kantone dafür verantwortlich, dass abgewiesene Asylbewerber die Schweiz verlassen. So will es das verschärfte Asylgesetz.

    Personen, deren Asylgesuch abgewiesen wurde, erhalten eine Ausreisefrist und kommen in ein spezielles Zentrum, wo sie nur mit minimalster Nothilfe versorgt werden. Zur Zeit gibt es rund 5500 solcher Nothilfe-Bezüger.

    Im Kanton Graubünden dient ein ehemaliges Ferienheim als Ausreise-Zentrum. Idyllisch gelegen, aber umstritten, weil fernab der Zivilisation.

    Riccarda Simonett

Autor/in: Hans Ineichen