EU dreht Bulgarien Geldhahn zu

  • Mittwoch, 23. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 23. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 23. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Wegen Korruption und krimineller Machenschaften in Bulgarien hat die EU Hilfsgelder für das Land in der Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro blockiert.

Weitere Themen:

Nach der Festnahme eines Gaddafi-Sohns in Genf hat Libyen Sanktionen gegen die Schweiz verhängt.

Die Schweizer Bank Julius Bär hat die Finanzkrise bisher gut überstanden, nicht zuletzt dank ihres Offshore-Geschäfts.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kurz vor ihrer Sommerpause eine positive Bilanz der Regierungsarbeit gezogen.

Beiträge

  • Diplomatische Krise nach Festnahme von Hannibal Gaddafi.

    Libyen setzt Schweiz massiv unter Druck

    Nach der vorübergehenden Festnahme eines Sohns des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi in Genf hat Libyen verschiedene Sanktionen gegen die Schweiz verhängt.

    Bern ist beunruhigt, denn der Wüstenstaat ist ein wichtiger Handelspartner. Laut dem Aussendepartement in Bern haben die libyschen Behörden «beunruhigende Vergeltungsmassnahmen» gegen die Schweiz ergriffen.

    So befinden sich seit vergangenem Samstag zwei Schweizer in Tripolis in Polizeigewahrsam, Schweizer Firmen müssen ihre Vertretungen in dem Land schliessen, offizielle Delegationen aus der Schweiz wurden abberufen, für Schweizer Bürger erhalten keine Visa mehr und auch der Flugverkehr wurde eingeschränkt.

    Alexander Gschwind

  • In der Nacht vom 18. August 1993 brannte die Kapellbrücke in Luzern.

    Sommergeschichten mit Geschichte: Luzerner Kapellbrücke in Fla...

    Das Jahr 1993: In den USA wird der Demokrat Bill Clinton Präsident, in Kolumbien wird der skrupellose Pablo Escobar erschossen und Nelson Mandela erhält den Friedensnobelpreis. In der Schweiz steht die Luzerner Kapellbrücke in Flammen.

    Die einmalige Brücke aus dem 14. Jahrhundert, mit fast 205 Metern die zweitlängste überdachte Holzbrücke Europas, wird zum grössten Teil zerstört. Luzern ist schockiert.

    Marlies Zehnder

  • Die EU bestraft Bulgarien wegen mangelnder Reformen.

    EU stoppt Gelder für Bulgarien

    Die EU hat die Zahlung von Fördergeldern an Bulgarien in der Höhe von rund einer halben Milliarde Euro ausgesetzt. Sie wirft dem EU-Neuling anhaltende Korruption und Missmanagement vor.

    Die EU-Kommission setzte erstmals die Zahlungen an ein Mitgliedsland bis auf Weiteres aus. Es gebe immer noch kaum Anhaltspunkte dafür, dass das von der Regierung in Sofia verantwortete System im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität «ordentlich funktioniert».

    Die Zahlungen sollen erst wieder anlaufen, wenn die Regierung «glaubwürdige Korrekturmassnahmen struktureller Art sowie eine tiefgreifende Strukturreform» umgesetzt habe.

    Hans Ineichen

  • Merkel kann beruhigt in die Ferien fahren.

    Merkel so beliebt wie noch nie

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor ihrer Sommerpause eine positive Bilanz der Regierungsarbeit gezogen. Im Volk ist sie so beliebt wie noch nie, trotz des ewigen Parteiengezänks.

    «Es hat sich als richtig erwiesen, dass wir uns den Slogan genommen haben: Investieren - Sanieren - Reformieren», sagte Merkel an der traditionellen Medienkonferenz vor den Sommerferien.

    Als Erfolge nannte sie die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Sanierung des Haushalts, die Senkung der Lohnnebenkosten und das Klima- und Energiepaket.«Ich glaube, dass da jeder seinen Anteil am Erfolg hat», sagte Merkel. Sie kündigte an, die Arbeit entschlossen fortzusetzen.

    Deutschland-Korrespondentin Ursula Hürzeler

  • Bank Julius Bär in Zürich

    Druck auf Bankgeheimnis lässt Julius Bär kalt

    Die Privatbank Julius Bär hat die Finanzkrise bisher gut überstanden und für das erste Halbjahr gute Zahlen präsentiert, nicht zuletzt dank ihrer Offshore-Geschäfte. Der Druck aufs Bankgeheimnis bereitet ihr keine Sorgen.

    Die drittgrösste Schweizer Vermögensverwalterin verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang von lediglich anderthalb Prozent auf 510 Millionen Franken. Von der Katerstimmung auf dem Bankenplatz Schweiz lässt sich Julius Bär nicht anstecken und setzt auf Expansion. Sie will ein zweites Standbein in Singapur aufbauen.

    Dass die Auseinandersetzung der UBS mit der US-Steuerbehörde und der gestiegene Druck auf das Schweizer Bankgeheimnis auch für die Bank Julius Bär eine Gefahr darstelle, glaubt Julius-Bär-Chef Alex Widmer nicht.

    Beat Soltermann

  • Wolkenkratzer in Downtown Shanghai.

    In China habens westliche Architekten schwer

    In China spriessen Hochhäuser wie Bambus in den Himmel. Davon profitieren auch Architekten aus dem Westen, seit das Land die westliche Baukunst als Importschlager entdeckt hat.

    Das Olympia-Stadion in Peking, das Vogelnest der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, ist längst eine Ikone. Vor kurzem hat sie sogar Maos Konterfei von der 10-Yuan-Note verdrängt.

    Gleichwohl ist China für westliche Architekten ein hartes und unberechenbares Pflaster, sowohl in moralischer als auch in kultureller Hinsicht.

    Karin Salm

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger