Iraner stimmen erneut für Ahmadinejad

  • Samstag, 13. Juni 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 13. Juni 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 13. Juni 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

No Change: In Iran stimmen die Wähler überraschend deutlich für den konservativen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinejad.

Weitere Themen:

CVP bläst zum Angriff: Die Christdemokraten melden Anspruch auf den frei werdenden Bundesratssitz von Pascal Couchepin an.

Milchbauern ohne schlagkräftige Lobby: Die Landwirte tun sich schwer mit dem liberalisierten Milchmarkt - auch, weil ihnen eine grosse Branchenorganisation fehlt.

Beiträge

  • Ahmadinejad gewinnt überraschend deutlich

    In Iran hat der konservative Amtsinhaber Mahmud Ahmadinejad die Präsidentschaftswahl klar gewonnen. Nach Angaben des Innenministeriums erreichte er rund 63 Prozent der Wählerstimmen bereits im ersten Wahlgang.

    Sein Herausforderer, der gemässigte Ex-Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi, landete abgeschlagen bei rund 34 Prozent.

    Mussawi sprach von Unregelmässigkeiten, und auch seine Anhänger wollen das Ergebnis nicht ohne weiteres hinnehmen. Sie gingen in Teheran auf die Strasse. Dabei soll es auch zu Ausschreitungen gekommen sein.

    Ulrich Pick

  • Iran-Kenner: «Ahmadinejad hat viel Rückhalt auf dem Land»

    Viele Menschen sind unzufrieden mit dem Wahlausgang in Iran - und melden Zweifel an der Rechtmässigkeit des Ergebnisses an. Konnte dieses Ergebnis überhaupt ohne Wahlbetrug zustande kommen?

    Der Journalist und Iran-Kenner Bruno Schirra schliesst Unregelmässigkeiten nicht aus, am gross angelegten Wahlbetrug aber zweifelt er. «Die Wähler konnten relativ frei ihre Stimme abgeben», sagt Schirra.

    Das Wahlergebnis führt er auf die grossen Unterschiede zwischen grossen Städten wie Teheran und den ländlichen Gegenden zurück. Auf dem Land geniesse Ahmadinejad breite Unterstützung.

    Simone Fatzer

  • CVP hofft auf frei werdenden Bundesratssitz

    Die CVP bläst zum Angriff auf den frei werdenden Bundesratssitz von Pascal Couchepin. Drei Monate vor der Wahl ist alles offen. Mit Hilfe der Linken könnte der CVP der Coup tatsächlich gelingen.

    Eine spannende Ausgangslage - auch für Urs Altermatt. Der Professor für Zeitgeschichte an der Universität Freiburg beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Machtgefüge im Bundesrat und ist ein exzellenter Kenner der CVP.

    Dominik Meier

  • Milchbauern fehlt die schlagkräftige Lobby

    Seit Anfang Mai gibt es in der Schweiz keine Milchkontingente mehr - und die Bauern tun sich schwer mit dem liberalisierten Markt. Der Milchpreis fällt weiter, und nach wie vor wird zuviel Milch produziert.

    Ein Grund für die Misere: Den Milchbauern und den grossen Molkereien haben es bislang nicht geschafft, sich zu einer schlagkräftigen Branchenorganisation zusammenzuschliessen.

    Philippe Erath

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger