Irland kauft sich bei Banken ein

  • Montag, 22. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 22. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 22. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der irische Staat beteiligt sich an den drei grössten Banken des Landes mit einem Milliardenbetrag.

Weitere Themen

Japanischer Autobauer wird von der Finanzkrise eingeholt.

Schutzzölle auf Autoimporte erzürnt russische Autofahrer.

Beiträge

  • Die «Allied Irish Bank» wird teilverstaatlicht.

    Regierung greift grössten Banken Irlands unter die Arme

    Der irische Staat greift den drei grössten Banken des Landes mit einem Milliardenbetrag unter die Arme. Im Gegenzug erhält der Staat Beteiligungen an den angeschlagenen Finanzinstituten.

    Insgesamt pumpt Irland 5,5 Milliarden Euro in die Banken. Je 2 Milliarden Euro würden der Bank of Ireland und die Allied Irish Banks zur Verfügung gestellt. Dafür werde der Staat mit 25 Prozent an den Instituten beteiligt. Zudem bekomme die Anglo Irish Bank 1,5 Mrd. Euro, wofür der Staat 75 Prozent der Anteile erhalte. Damit wird die Bank quasi verstaatlicht.

    Sowohl die Allied Irish Bank wie auch die Bank of Ireland legten an der Börse kurzfristig kräftig zu. Das eigentliche Sorgenkind aber, die Anglo Irish Bank, das die Feuerwehrübung ausgelöst hatte, wurde erneut zurückgestuft.

    Martin Alioth

  • Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe.

    Weltwirtschaftskrise trifft Japans Autobranche

    Erstmals in seiner 70-jährigen Geschichte rechnet Toyota, der grösste Autohersteller der Welt, mit einem operativen Verlust. Damit erreicht die weltweite Wirtschaftskrise nun auch die japanische Vorzeige-Marke.

    Nach neun Jahren ununterbrochener Rekordzahlen erklärt nun Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe, dass der Konzern "vor einer beispiellosen Notsituation" stehe.

    Martin Fritz

  • Russische Autofahrer demonstrieren gegen Importzölle

    Russland reagiert auf die weltweite Krise in der Autoindustrie mit Schutzzöllen auf ausländische Autos. Die Regierung will damit die heimische Autoproduktion protegieren, verärgert aber gleichzeitig die Autofahrer.

    Durch die Schutzzölle steigen nicht nur die Preise für importierte Fahrzeuge, sondern auch für Occasions-Autos. Russische Konsumenten protestierten in den letzten Tagen gegen die Massnahmen.

    Stephan Laak

  • Deutschland stoppt die Kreditbürgschaften für den geplanten Ilisu-Staudamm.

    Umstrittener türkischer Staudamm suspendiert

    Die deutsche Regierung friert die Exportkredit-Bürgschaften für das Staudamm-Projekt Ilisu in der Türkei ein. Damit folgt sie dem Entscheid Österreichs, welches Bedenken am umstrittenen Grossprojekt angebracht hat.

    An der Grenze zu Syrien soll das Wasser auf 300 Quadratkilometern gestaut werden. In der Folge würden bis zu 80 000 Bewohner ihre Bleibe verlieren. Die Umsiedlungen sind einer der Hauptgründe, weshalb Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen schon seit Jahren gegen das Mega-Projekt Sturm laufen. Auch gegen die Schweizer Beteiligung am Projekt.

    Ursula Hürzeler

  • Kampf gegen tamilische Rebellen geht weiter

    Seit Anfang Jahr versucht die Regierung Sri Lankas in einem Vernichtungskrieg, die tamilischen Rebellen aus dem Norden der Insel zu vertreiben. Nun ist es wieder zu heftigen Gefechten in der Separatisten-Hauptstadt Kilinochchi gekommen.

    Sabina Matthay

  • Weltweite Renaissance der Marine

    Die zunehmende Bedrohung von internationalen Handelsschiffen durch somalische Piraten führt zu einer weltweiten Renaissance der Marine. Die USA verstärken ihre Präsenz am Persischen Golf mit einem Marinestützpunkt.

    Frankreich will ihre erste grosse Übersee-Militärbasis ausserhalb Afrikas in Abu Dhabi aufbauen.

    Fredy Gsteiger

  • Peter Burkhart, Besitzer und Betreiber des Kulturlokals Mühle Hunziken.

    Ehrung für Mühle Hunziken

    Der mit 100 000 Franken dotierte Kulturpreis der Burgergemeinde Bern ist der grösste Kulturpreis der Schweiz. Er geht dieses Jahr an das Konzertlokal Mühle Hunziken und seinen Betreiber Peter Burkhart.

    Toni Koller

  • Kritik an Griechenlands Umgang mit Flüchtlingskindern

    Die Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch (HRW) wirft Griechenland vor, die Unterstützung von eingewanderten Kindern zu vernachlässigen. In einem Bericht spricht HRW von rund 1000 unbegleiteten Migrantenkindern aus Kriegsgebieten.

    Die Kinder würden in Griechenland vollkommen sich selbst überlassen, lebten auf der Strasse und erhielten keinerlei staatliche Unterstützung. Sie müssten täglich um ihr Überleben kämpfen und hätten so gut wie keine Chance, als Asylbewerber anerkannt zu werden.

    Die Schweizerin Simone Troller, die Verfasserin des Berichts, über die Situation in Griechenland.

    Werner van Gent

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Martin Durrer