Jetzt spricht Ex-Armeechef Keckeis

  • Sonntag, 10. August 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 10. August 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 10. August 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der frühere Armee-Chef Christophe Keckeis bricht sein Schweigen zur Affäre Nef/Schmid: Er spricht über eigene Fehler und die «beispielhaften» Führungsfähigkeiten von Bundesrat Schmid.

Weitere Themen:

Im Krieg um Südossetien hat Georgien einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen.

In Simbabwe rückt ein Kompromiss zwischen Regierung und Opposition in Griffnähe.

Beiträge

  • Ex-Armeechef Christophe Keckeis (Archivbild)

    Keckeis: «Das Problem liegt nicht bei Schmid»

    Der ehemalige Chef der Armee, Christophe Keckeis, verteidigt Bundesrat Samuel Schmid in der Affäre Nef. Schmid habe das Verteidungsdepartement im Griff.

    Die Probleme ortet Keckeis vielmehr bei Schmids ehemaliger Partei, der SVP.

    Keckeis äusserte sich zum ersten Mal öffentlich zur Affäre um den jetzigen Armeechef Roland Nef. Er spricht von Fehlern, die im Vorfeld der Berufung Nefs gemacht worden seien.

    Pascal Krauthammer

  • Die Zivilbevölkerung leidet am meisten unter dem Krieg in Georgien.

    Georgien will Waffenstillstand

    Im Konflikt um die abtrünnige Provinz Südossetien hat Georgien einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen. Tiflis will nun mit Moskau über einen Waffenstillstand verhandeln.

    Auf Befehl von Präsident Michail Saakaschwili hätten die georgischen Truppen das Feuer in der Region um die südossetische Hauptstadt Zchinwali eingestellt, teilte das Aussenministerium in Tiflis mit. Georgien habe eine entsprechende Mitteilung an Russland gesandt.

    Der Konflikt um die abtrünnige georgische Provinz war in der Nacht auf Freitag eskaliert. Georgien hatte eine Militäroffensive gestartet, um die Kontrolle über die Region zurückzugewinnen. Daraufhin kam es zu Kämpfen mit russischen Truppen und südossetischen Verbänden. Russland bombardierte nach georgischen Angaben auch Städte in Georgien. Am Samstag weiteten sich die Kämpfe von Südossetien auf die zweite abtrünnige georgische Provinz Abchasien aus.

    Hans Ineichen

  • Morgan Tsvangirai.

    Einigung in Simbabwe in Griffnähe

    In Simbabwe hat offenbar die letzte Phase der Verhandlungen über eine Teilung der Macht unter Vermittlung von Südafrikas Präsident Thabo Mbeki begonnen.

    Demnach haben sich die Konfliktparteien auf Mugabe als Präsidenten und Tsvangirai als Ministerpräsidenten geeinigt. Tsvangirai würde eine Übergangsregierung bis zu Neuwahlen führen, für die ein Zeitpunkt in zwei bis fünf Jahren zur Diskussion steht.

    Bei der Präsidentenwahl am 29. März hatte Tsvangirai die meisten Stimmen gewonnen, nach offiziellen Angaben aber die absolute Mehrheit verfehlt.    Unbeeindruckt von weltweiter Kritik und internationalen Appellen hatte sich Mugabe dann als alleiniger Kandidat bei einer «Stichwahl» am 27. Juni bestätigen lassen. Zwei Tage später liess er sich für fünf weitere Jahre als Staatspräsident vereidigen.  Tsvangirai war wegen der Gewalt gegen seine Anhänger nicht zur Stichwahl angetreten. Die Opposition erkennt Mugabes Sieg nicht an.

    Claus Stäcker (ARD)

  • Der palästinensische Dichter Mahmud Darwish ist tot

    Der Palästinensische Lyriker Mahmoud Darwisch ist im Alter von 67 Jahren in den USA gestorben. Darwisch galt als einer der einflussreichsten zeitgenössischen Lyriker arabischer Sprache.

    Darwish wurde verehrt und geachtet; nicht bloss wegen seiner feinen Poesie, sondern auch, weil er seinen eigenen Weg ging und sich von niemandem vereinnahmen liess. So schreckte er auch vor Kritik an der eigenen Führung nicht zurück. In seinen Gedichten spricht er vom Exil, der Besatzung und dem Kampf seines Volkes für einen eigenen Staat.

    Robert Stähli

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Urs Bruderer