Krankenkassenprämien steigen um 2,6 Prozent

  • Freitag, 3. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 3. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 3. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die höheren Krankenkassenprämien für 2009 freuen weder Krankenkassen noch Konsumentenschützer. Und die Kantone wollen künftig mitentscheiden.

Weitere Themen:

In der Schweiz sollen künftig kleine Raucherbeizen zugelassen sein.

In Grossbritannien soll Peter Mandelson Wirtschaftsminister Labour aus der Krise führen.

Beiträge

  • BAG-Vizedirektor Peter Indra informiert über die Prämienerhöhungen 2009.

    Breite Kritik an den Krankenkassenprämien

    Die Krankenkassen-Prämien steigen nächstes Jahr im Schnitt um 2,6 Prozent. Je nach Alter, Kasse und Kanton kann es deutlich mehr sein.

    Für die Krankenkassen ist die Erhöhung zu gering, für die Konsumentenschützer zu hoch. Und die Kantone verlangen mehr Einfluss.

    Die Krankenkassen mahnen, die Kosten seien deutlich stärker gestiegen als die Prämien. Was man jetzt hinausschiebe, müsse man später aufholen.

    Die Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert, die Erhöhung werde zur Belastung für den Mittelstand. Besonders ärgerlich sei, dass das Parlament wirksame Massnahmen zur Kostendämpfung eben erst abgeschmettert habe, vor allem die Zulassung von Parallelimporten bei Medikamenten.

    Monika Zumbrunn

  • Geringerer Prämienanstieg in der Westschweiz

    In den Westschweizer Kantonen Genf, Jura, Neuenburg und Waadt werden die Krankenkassen-Prämmien moderater steigen als im Resten der Schweiz.

    Das ist ein Resultat des Druckes, den sie das auf Bundesamt für Gesundheit (BAG) ausgeübt haben.

    Unermüdlich haben die Westschweizer das BAG ermahnt, die Prämien der Krankenkassen nach unten zu korriegieren.

    In den vergangenen Jahren waren die Prämien in der lateinischen Schweiz überdurchschnittlich gestiegen.

    Patrick Mülhauser

  • Initiant des Gesetzes, Felix Gutzwiller, nicht zufrieden.

    Wenig Freude über die Raucherbeizen

    In der Schweiz soll es auch in Zukunft kleine Raucherbeizen geben dürfen. Nach 4-jährigem hin und her haben National- und Ständerat dieser Lösung definitiv zugestimmt.

    Damit die beiden Räte das nationale Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen gerettet. Doch viele sind damit nicht zufrieden. Sie sprechen von einem schalen Kompromiss.

    Pascal Krauthammer

  • Die Finanzkrise im Hörsaal

    Die Wirtschaftswelt ist im Ubruch. Besonders genau wird die Entwicklung dort beobachtet, wo künftige Generationen von Finanz-Spezialisten ausgebildet werden, an den Universitäten.

    Am Wirtschafts-Wissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel beispielsweise analysieren Studierende, warum die alten Wirtschafts-Theorien versagten.

    Trotz der turbulenten Zeiten in der Finanzbranche, sind viele zuversichtlich, was ihre eigenen Zukunft angeblangt.

    Beat Giger

  • Mandelson meldet sich zurück in der Downingstreet 10.

    Überraschende Kabinetts-Umbildung in London

    In Grossbritannien hat Premierminister Gordon Brown die Regierung neu aufgestellt und dabei überraschend seinen Erzfeind Peter Mandelssohn ins Kabinett geholt.

    Mandelson soll das Amt des derzeitigen Wirtschaftsministers John Hutton übernehmen. Auch dessen Abberufung gilt als Überraschung.

    Mandelson war bereits in der Regierung, unter Browns Vorgänger und Rivalen Tony Blair. Er musste sein Amt jedoch wegen Korruptionsvorwurfen abgeben.

    Martin Alioth

  • Abgeordnete des US-Kongresses erleichtert.

    Kongress stimmt Rettungsplan zu

    Das US-Repräsentantenhaus hat das milliardenschwere Rettungspaket für die Finanzbranche gebilligt. Der umstrittene Plan nahm damit nach tagelangen Verhandlungen die letzte Hürde im Kongress.

    Der Senat stimmte der überarbeiteten Vorlage am Mittwoch zu. Der Rettungsplan der Regierung im Umfang von 700 Milliarden Dollar sieht vor, jene Finanz-Institute zu sanieren, die durch die Immobilienkrise in Schieflage geraten sind.

    Peter Voegeli

  • Die «MV Faina» in der Gewalt von Piraten.

    Zweifelhafte Waffenlieferantin Ukraine

    Ein Schiff mit 33 Panzern und kistenweise Munition an Bord sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Seepiraten halten am Horn von Afrika das Frachtschiff aus der Ukraine in ihrer Gewalt.

    Die Waffen seien für Kenia bestimmt, heisst es. Doch dem widerspricht jetzt das Friedens-Forschungs-Institut Sipri in Stockholm und entlarvt die Ukraine als umfangreiche und zweifelhafte Waffen-Exporteurin.

    Fredy Gsteiger

  • Amory Lovins kämpft seit Jahren für ein Umdenken.

    Lovins Vision einer Zukunft ohne Erdöl

    Die Zeiten des billigen Erdöls sind vorbei. Gefragt sind Alternativen. Dies macht den US-Amerikaner Amory Lovins zu einem sehr gefragten Mann.

    Er berät Regierungen und grosse Firmen wie Wall Mart und Shell. Amory Lovins ist Gründer des unabhängigen Energie-Forschungszentrums Rocky Mountain Institute.

    In seinem vom Pentagon gesponserten Buch «The Oil Endgame» zeigt der Träger des alternativen Nobelpreises (1983) auf, wie die Zukunft ohne Erdöl aussehen könnte.

    Priscilla Imboden

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli