Kritik an Konzessionsvergabe

  • Freitag, 31. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 31. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 31. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Moritz Leuenberger wird wegen der Vergabe der Radio- und TV-Konzessionen von den Verlierern harsch kritisiert.

Weitere Themen:

Im Kanton Waadt haben hunderte Schüler gestreikt, damit ihre Lehrer nicht weniger verdienen.

Swissgrid schmälert Einfluss der Stromkonzerne.

Im Kampf gegen die Malaria zeigen die Präventions-Bemühungen erste Wirkung.

Beiträge

  • Das Departement Leuenberger schreckt nicht vor einschneidenden Veränderungen zurück.

    Prominente Verlierer bei Konzessionsvergabe

    Der Bundesrat hat die letzten Radio- und Fernseh-Konzessionen vergeben. Die Sender «TeleZüri» von Tamedia und «Radio Energy» des Ringier Konzerns verlieren ihre Konzessionen.

    Das Departement von Moritz Leuenberger hat ihnen «Tele Top» und auch Roger Schawinskis «Radio 1» vorgezogen, das nun zusammen mit «Radio 24» und «Radio Zürisee» für den Raum Zürich-Glarus konzessioniert ist.

    In der Zentralschweiz hat sich das erst geplante «Tele 1» der NZZ gegen «Tele Tell» durchgesetzt.

    Sonja Schmidmeister

  • Vier bisherige Sender gehen leer aus.

    Konzessionen: Rekurse angekündigt

    Moritz Leuenberger wird wegen der Vergabe der Radio- und TV-Konzessionen von den Verlierern harsch kritisiert. Mehrere grosse Medienhäuser bereiten deshalb Rekurse vor.

    So haben sowohl Ringier als Besitzerin von Radio «Energy Züri» als auch der Zentralschweizer Fernsehsender «Tele Tell» einen Rekurs angekündigt. Der Tamedia-Verlag wird als Eigentümer von «Tele Züri» einen Rekurs prüfen. Bereits beschlossene Sache ist der Rekurs bei «Tele Tell» von der AZ Medien AG.

    Die Frage an Klaus Bonanomi: Welches der beiden grossen Verlagshäuser Tamedia und Ringier schmerzt der Verlust mehr?

    Hans Ineichen

  • Waadtländer Schüler streiken

    In Lausanne haben rund 300 Gymnasiasten und ihre Lehrerinnen und Lehrer gegen das geplante neue Lohnsystem demonstriert. Im ganzen Kanton Waadt streiken tausende Schüler und blieben dem Unterricht fern.

    Schüler und Lehrer befürchten, dass Kantonsangestellte durch das neue Lohnsystem benachteiligt werden. Die Schüler fürchten um die Qualität des Unterrichts. Die Gewerkschaften haben bereits weitere Proteste angekündigt.

    Patrick Mülhauser

  • Stromkonzerne verlieren Einfluss

    Die Netzgesellschaft Swissgrid verringert den Einfluss der grossen Stromkonzerne. Die umstrittenen Fachkommissionen, in welchen Vertreter der Werke sitzen, werden sofort abgeschafft.

    Das hat der Verwaltungsrat der Swissgrid beschlossen. Zuvor hatte die Wettbewerbskommission Weko harte Kritik geübt.

    Die Entscheidungen der Netzgesellschaft, die zu starken Strompreis-Erhöhungen führten, seien in einer gesetzeswidrigen Zusammensetzung gefällt worden, so die Weko. Elektrizität dürfte trotzdem teurer werden.

    Die Frage an Philippe Erath: Warum handelt Swissgrid jetzt doch?

    Hans Ineichen

  • Alitalia vor Bankrott

    Die Rettung der italienischen Fluggesellschaft Alitalia ist offenbar gescheitert. Die Investorengruppe CAI will nun doch kein verbindliches Angebot einreichen.

    Die Compagnia Aerea Italiana CAI hat sich zurückgezogen, nachdem einige Gewerkschaften der Piloten und des Kabinenpersonals die neuen Verträge nicht annehmen wollten. Bis heute Mitternacht hätten die Verträge unterzeichnet sein sollen.

    Rolf Pellegrini

  • Die SBB hat ihre Hausaufgaben erledigt beim Lärmschutz.

    SBB soll mehr für Lärmschutz tun

    Die SBB hat beim Lärmschutz sämtliche gesetzlichen Vorgaben einhalten können und das erst noch für weniger Geld als erwartet. Aber der Verkehrskommission des Nationalrats genügt das nicht.

    Sie will den Bahnlärm weiter reduzieren und zum Beispiel für weitere Lärmschutzwände und leisere Bahnwagen auch Geld locker machen.

    Monika Binotto

  • Trendwende im Kampf gegen Malaria

    Eine vor wenigen Jahren gestartete private Offensive gegen die Malaria beginnt zu wirken. Die Zahl der Kranken und Toten sinkt mancherorts drastisch.

    Eine Million Menschen sterben jedes Jahr an dieser Tropenkrankheit. Mit Abstand am meisten in Afrika. Auffallend viele Opfer sind Kinder, die noch keine fünf Jahre alt sind.

    Seit einigen Jahren fliesst mehr Geld in die Bekämpfung von Malaria. Die bedeutendste Massnahme im Kampf gegen die Krankheit ist die Verteilung von insektizidbehandelter Moskitonetze.

    Thomas Häusler

  • Afghanen gestrandet in Paris

    In Frankreichs Hauptstadt Paris sind hunderte afghanischer Flüchtlinge gestrandet. In die Strassen und Parks rund um den Bahnhof Gare de l'Est sind sie in der Mehrheit.

    Als Nicolas Sarkozy 2002 französischer Innenminister wurde, war eine seiner ersten Amtshandlungen das Flüchtlingslager bei Sangatte, am Eingang zum Kanaltunnel nach Grossbritannien, zu schliessen. Rund 1300 Flüchtlinge, 40 Prozent davon aus Afghanistan, mussten das Lager verlassen.

    Sechs Jahre später ist der Flüchtlingsstrom aus Afghanistan nicht abgebrochen. Noch immer sind afghanische Flüchtlinge in der Nähe von Calais, nur richten sie ihre behelfsmässigen Unterkünfte jetzt in den Wäldern ein. Und ein Teil des Problems hat sich vorverlagert nach Paris.

    Philipp Scholkmann

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Massimo Agostinis