Lehman Brothers mit Milliarden-Verlust

  • Mittwoch, 10. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 10. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 10. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der viertgrössten US-Bank droht wegen der Finanzkrise die Pleite. Die Investmentbank Lehman Brothers meldet für das dritte Quartal einen Verlust von fast vier Milliarden Dollar.

Weitere Themen:

Das Agrarfreihandelsabkommen mit der EU soll den Landwirten mit Geld versüsst werden.

Hurrikans zerstören Haiti, aber die eigentliche Katastrophe ist die Armut.

Der Gesundheitszustand des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il sorgt für Spekulationen.

Beiträge

  • Stark angeschlagen: Die US-Investmentbank Lehman Brothers.

    US-Bank Lehman Brothers droht Pleite

    In den USA kämpft die viertgrösste Investmentbank ums Überleben. Das Traditionshaus Lehman Brothers meldet für das dritte Quartal einen Verlust von 3,9 Milliarden Dollar.

    Gestern waren die Aktien der Bank wegen panikartiger Verkäufe in New York um fast die Hälfte eingebrochen. Bereits im zweiten Quartal war die Investmentbank schwer in den roten Zahlen, mit einem Verlust von rund 2,9 Milliarden Dollar.

    Die Bank kämpft mit den Folgen der Finanzmarktkrise. Sie will nun Konzern-Teile verkaufen, um sich frisches Kapital zu beschaffen. Zudem werden Stellen gestrichen.

    In den USA sind bereits mehrere Banken zusammengebrochen oder wurden in letzter Sekunde gerettet, wie Bear Stearns im März durch eine Übernahme durch JP Morgan Chase und jüngst die Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac durch eine staatliche Zwangsverwaltung.

    Martin Durrer

  • Am schlimmsten wütete bislang «Ike» in Haiti.

    Hurrikans verwüsten Haiti

    Hurrikan «Ike» hat den Golf von Mexiko erreicht. Der Wirbelsturm hat in Kuba und Haiti eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Am schlimmsten wütete «Ike» bislang in Haiti. Dort gab es mindestens 74 Tote.

    Das ärmste Land Amerikas wird in der Hurrikan-Saison immer wieder getroffen. Seit Mitte August sind in Haiti durch die Wirbelstürme «Fay», «Gustav», «Hanna» und «Ike» bereits 600 Menschen ums Leben gekommen. Zudem gelten zahlreiche Bewohner als verschollen.

    Hilfsorganisationen haben seit letztem Wochenende mit der Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser begonnen, doch viele Regionen seien noch immer nicht erreichbar, sagt Inette Durandis, die seit Jahren für das Heks auf Haiti arbeitet.

    Brigitte Zingg

  • Bundesrätin Doris Leuthard spricht über ein Agrarabkommen mit der EU.

    Bundesrat will Agrar-Freihandel abfedern

    Das Freihandelsabkommen mit der EU soll den Landwirten mit Geld versüsst werden. Doch bei den Bauern sorgt die für sie vorgesehene Reservekasse nicht für Freude.

    Noch vor Start der Verhandlungen sagte der Bundesrat, dass er den Wechsel in den Wettbewerb für die Bauern finanziell abfedern will. Dafür will er Reserven schaffen.

    So soll ab 2009, acht Jahre lang, je einen Betrag von 400 Millionen Franken zur Seite gelegt werden. Mit diesem Geld würden die Bauern unterstützt, falls die Schweiz das Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnete.

    Géraldine Eicher

  • Sir Nicholas Stern.

    Klimawandel stoppen kostet wenig

    Der Stern-Report hat vor zwei Jahren die Öffentlichkeit wachgerüttelt. Erstmals wurde der Klimawandel nicht als naturwissenschaftlicher Sicht, sondern aus ökonomischer Sicht analysiert.

    Der ehemalige Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern kam zum Schluss, dass die Weltwirtschaft 20 Prozent schrumpfen würde, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen würde. Die Klimakatastrophe zu vermeiden koste dagegen vergleichsweise wenig, nicht mehr als ein Prozent des weltweiten Einkommens.

    Heute trat Nicholas Stern an einer Tagung des Sustainability Forums in Rüschlikon auf. Die Frage an Nicholas Stern: Was ist seit der Veröffentlichung des Stern-Reviews geschehen?

    Priscilla Imboden

  • Der nordkoreanische Staatschefs Kim Jong Il.

    Spekulationen um Nordkoreas Staatschef

    Der Gesundheitszustand des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il gibt derzeit Anlass zu wilden Spekulationen. Der 66-Jährige soll einen Schlaganfall erlitten haben.

    Bisher gibt es aus Pjöngjang keine Erklärung für Kims wochenlanges Verschwinden von der öffentlichen Bildfläche und seine Abwesenheit von den offiziellen Feiern zum 60. Gründungstag des kommunistischen Staates am Dienstag.

    Der Gesundheitszustand Kim Jong Ils wird in Nordkorea wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Es ist es verboten, öffentlich darüber zu sprechen.

    Die Frage an den früheren ARD-Fernostkorrespondenten Martin Fritz: Weshalb wird sein Verschwinden jetzt ernster genommen als sonst?

    Martin Durrer

  • Veronas Bürgermeister Flavio Tosi.

    Parolen der Lega Nord zeigen Wirkung

    Diesen Sommer demonstrierte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi Tatkraft. Seine Koalitionspartnerin, die Lega Nord, füllte das Sommerloch derweil mit ihren üblichen Parolen.

    Berlusconi kämpfte etwa gegen die Müllberge Neapels oder engagierte sich, um die marode Fluggesellschaft Alitalia zu retten.

    Die Slogans der Lega Nord zeigen im Norden ihre Wirkung. Wie etwa in Verona, eine der Hochburgen der Bossi-Partei. Dort regiert Bürgermeister Flavio Tosi, ein Hardliner wie er im Buche steht.

    Rolf Pellegrini

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer