Preisüberwacher will Billag abschaffen

  • Sonntag, 15. Februar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 15. Februar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 15. Februar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Preisüberwacher Stefan Meierhans sieht keine Berechtigung für ein separates Unternehmen, das  die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen einholt.Mit den dadurch eingesparten 55 Millionen Franken könnten die Gebühren gesenkt werden.

Weitere Themen:
Die UBS Diskussion: Wie ist es möglich, dass die Bank jetzt toxische Papiere im Wert von 20 Milliarden behalten kann und will die UBS wirklich noch zusätzliche 1,6 Milliarden an Boni für 2008 auszahlen will.

Schlechte Aussichten fürs Weltklima: Der CO2-Ausstoss übertrifft die Prognosen der Klimaforscher.

Und: Die Bevölkerung Venezuelas hat am Sonntag über eine Verfassungsänderung abgestimmt, mit der Präsident Hugo Chavez unbegrenzt regieren könnte. Eine Reportage.

Beiträge

  • Radio- und TV-Gebühren sollen via Steuern bezahlt werden

    Preisüberwacher Stefan Meierhans will die Gebühreninkassofirma Billag abschaffen. Mit den dadurch eingesparten 55 Millionen Franken könnten die Radio- und TV-Gebühren gesenkt werden.

    Meierhans sieht keine Berechtigung für ein separates Unternehmen, das die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen einholt. Die Gebührengelder sollen stattdessen mit der Bundessteuern eingezogen werden. 

    «Die rund 55 Millionen Franken sind ein Luxus, den wir uns nicht leisten müssen», sagte Meierhans in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». So viel erhält die Billag jährlich, um im Auftrag des Bundes die Gebühren einzutreiben.

    Dominik Meier

  • Trickreiche Bewertung von faulen Bank-Papieren

    Diese Woche hat die UBS angekündigt, sie wolle weniger von ihren schlechten Papiere in den Rettungsfonds der Nationalbank auslagern, als ursprünglich geplant. Statt für maximal 60 Milliarden Dollar will sie jetzt nur noch für 40 Milliarden zurzeit unverkäufliche Positionen übertragen.

    Der Grund liegt vor allem bei veränderten Bilanzierungsregeln, die es der UBS ermöglichen, einen Teil dieser Müllhalde selber einzulagern. Aber das hat seinen Preis.

    Barbara Widmer

  • 2,2 oder 3,8 Milliarden UBS-Boni?

    Die UBS darf mehr als nur die in dieser Woche bekannt gegebenen 2,2 Milliarden an Bonuszahlungen für das Jahr 2008 auszahlen. Zusätzliche 1,6 Milliarden, auszahlbar im Jahr 2010, sind vorgesehen, aber nur wenn das Jahr 2009 gut ausfällt.

    Damit würden insgesamt 3,8 Milliarden Boni ausbezahlt für das Jahr 2008, in dem ein Rekordverlust von 20 Milliarden Franken resultierte.

    Manuel Rentsch

  • Hiobsbotschaft der Klimaforscher

    Der weltweite Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre ist in den Jahren 2000 bis 2007 weitaus schneller vorangeschritten als von Experten prognostiziert.

    Durch den erhöhten Energieverbrauch in den Schwellenländern seien die CO2-Emissionen durchschnittlich um 3,5 Prozent pro Jahr  gestiegen. 

    Das sei dreimal so schnell wie in den Jahren 1990 bis 1999, sagte der US-Forscher Christopher Field von der Universität Stanford und dem Carnegie-Institut an einer Tagung des  Wissenschaftsverbandes AAAS in Chicago.

    Reto Knutti ist Dozent an der ETH Zürich für Atmosphäre und Klimaforschung und arbeitet ebenfalls für den Weltklimarat. Weshalb nimmt der C02-Ausstoss schneller zu?

    Casper Selg

  • Chavez will unbegrenzt wählbar sein

    Hugo Chavez, der umstrittene Staatschef Venezuelas, will an der Macht bleiben. Per Volksabstimmung will er alle Schranken für eine Wiederwahl aus der Verfassung streichen und vermutlich Präsident auf Lebenszeit bleiben.

    Chavez ist verantwortlich für eine innovative Sozialpolitik und wird von den sozial Schwachen verehrt wie ein Heiliger. Die andern verdächtigen ihn, Demokratie und Rechtsstaat durch eine massgeschneiderte populistische Diktatur zu ersetzen.

    Ulrich Achermann

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Isabelle Jacobi