Russland greift direkt in den Syrienkrieg ein

  • Mittwoch, 30. September 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 30. September 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 30. September 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Offenbar bemüht sich Russland, sein Vorgehen wenigstens minimal mit dem Westen abzustimmen. Aus US-Quellen verlautete, die Vereinigten Staaten seien im Vorfeld über die heutigen Angriffe informiert worden. Bild: Putin und die russische Armeespitze.

    Russland greift direkt in den Syrienkrieg ein

    Am Vormittag hat das russische Parlament einem Militäreinsatz zugestimmt, und bereits am frühen Nachmittag hat die russische Luftwaffe nach eigenen Angaben erste Stellungen des «Islamischen Staats» in Syrien bombardiert.

    David Nauer

  • Erstmals seit 14 Jahren haben die islamistischen Taliban eine afghanische Provinzhauptstadt erobert – zwei Taliban-Kämpfer posieren in Kundus vor einem Auto der UN-Truppen.

    USA und Nato unterstützen afghanische Truppen in Kundus

    Die Taliban haben am Montag die Stadt Kundus im Norden Afghanistans erobert, ein symbolisch wichtiger Sieg für die Islamisten. Afganische Sicherheitskräfte versuchen nun, die Stadt zurückzuerobern - mit Hilfe der US-Luftwaffe und der Nato. Bisher ohne Erfolg.

    Karin Wenger

  • Die internationale Gemeinschaft zahlt mehr Geld für Flüchtlinge – globale Hilfe.

    Mehr aber immer noch zu wenig Geld für Flüchtlinge

    Flucht und Migration waren Thema am Rande der Uno-Generalversammlung. Die grossen westlichen Industriestaaten und die Golfstaaten haben sich zusammen mit weiteren europäischen Ländern - darunter auch der Schweiz - geeinigt, 1,8 Milliarden Dollar für Flüchtlingshilfe aufzuwenden.

    Wie weit reicht das?

    Fredy Gsteiger

  • Hilfe vor Ort ist bitter nötig, denn Migration kennt keine Grenzen und wird zum globalen Problem, sagt der Afrikaner Mohamed Malick Fall.

    «Zäune und Grenzen sind ein überholtes Konzept»

    Menschen, die als Folge von Krisen und Kriegen ihre Länder verlassen, beschäftigen den Afrikaner Mohamed Malick Fall; er ist Direktor bei der Uno. Patrik Wülser hat ihn in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, getroffen.

    Patrick Wülser

  • Die EU zieht die Schraube an: Die Balkanländer, die nicht zur EU gehören, gelten als sichere Herkunftsländer. Das bedeutet, dass Flüchtlinge schneller dorthin zurückgeschickt werden. Bild: Viele Leute warten am Busbahnhof in Kosovos Hauptstadt Pristina auf Busse, die sie nach Serbien bringen sollen.

    Die EU ringt um eine Liste sicherer Herkunftsländer

    Die EU reagiert mit ganz unterschiedlichen Massnahmen auf die aktuelle Flüchtlingskrise; ein wichtiger Punkt betrifft die Asylverfahren, die man beschleunigen möchte.

    Ein zentrales Instrument dazu ist die EU-Liste der sicheren Herkunftsstaaten, weil Flüchtlinge aus diesen Ländern kein Asyl erhalten.

    Oliver Washington

  • Die Zentralschweizer Kantone hätten die Wirkung des nationalen Finanzausgleichs unterschätzt. Die Geberkantone Zug und Schwyz klagen seit Jahren über immer höhere Beiträge und immer weniger Geld in der eigenen Kasse.

    Tiefsteuer-Strategie in der Zentralschweiz gescheitert?

    Mit immer tieferen Steuern versuchten Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden in den letzten Jahren Reiche und Unternehmen anzulocken. Nun sind die Kassen leer, die Budgets rot. Schwyz etwa muss zum zweiten Mal in Folge die Steuern erhöhen, und auch im Kanton Zug sind höhere Steuern kein Tabu mehr.

    Marlies Zehnder

  • Die zwei sich streitenden Museen haben eine gütliche Lösung gefunden. Sie stellen die zwei Bilder im Wechsel aus; Rembrandts «Portrait von Marten Soolmans» und «Portrait von Oopjen Coppit», beide von 1634.

    Tauziehen um zwei Rembrandt-Gemälde ist beendet

    Frankreich und die Niederlande werden die beiden «Hochzeitsportraits» von Rembrandt gemeinsam kaufen, für 160 Millionen Euro. Die Gemälde sollen dann paarweise ausgestellt werden - abwechselnd im Pariser Louvre und im Amsterdamer Reichsmuseum.

    Elsbeth Gugger

  • Vielleicht dürfen die zwei bald auch heiraten - wenn sie dies wollen.

    Gleichgeschlechtliche Partnerschaften - bald auch in Italien?

    Italien ist das letzte westeuropäische Land, in dem Lesben und Schwule weder heiraten noch ihre Partnerschaft registrieren lassen können. Matteo Renzis Regierung hat versprochen, diese Gesetzeslücke bis Ende Jahr zu schliessen. Findet damit könnte ein zäher Kampf bald ein Ende finden.

    Franco Battel

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Judith Huber