Schweinegrippe: Keine Entwarnung für die Schweiz

  • Sonntag, 3. Mai 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 3. Mai 2009, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 3. Mai 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Im Zusammenhang mit der Schweinegrippe geben die Schweizer Behörden noch keine Entwarnung. Auch die Weltgesundheitsorganisation rät weiter zu Vorsicht.

Weitere Themen:

Der Krankenkassenverband Santésuisse will Arzt- und Spitaltarife einfrieren. Die Reaktionen darauf sind harsch.

Australien will seine Armee massiv aufrüsten.

In Tschechien werden Roma ausgegrenzt wie nirgends sonst. 

Beiträge

  • Schweinegrippe breitet sich weiter aus

    In 18 Ländern sind bisher Schweinegrippe-Infektionen festgestellt worden. Betroffen davon sind knapp 800 Menschen. 20 Menschen sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Schweinegrippe gestorben.

    In der Schweiz gibt es mittlerweile 27 Verdachtsfälle von Schweinegrippe. Dies gibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt. Das BAG empfiehlt häufiges Händewaschen mit Seife - und wer niesen oder husten muss, soll sich ein Taschentuch vor Mund und Nase halten.

    Nach Einschätzung der WHO ist die Situation in Europa unter Kontrolle. Dennoch gibt es Wissenschaftler, die von einem Wettlauf gegen die Zeit sprechen.

    Martin Durrer, Thomas Häusler

  • Krankenkassen: Tarife und Preise einfrieren

    Weil die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr massiv steigen werden, will der Krankenkassenverband Santésuisse Ärzten und Spitälern für 2010 vorerst keine Tarif- und Preiserhöhungen zugestehen.

    Die Verhandlungen über die Tarife im kommenden Jahr haben noch gar nicht begonnen und scheinen nun bereits blockiert. Verweigert die Santésuisse solche Verhandlungen, ruft der Verband eigentlich nach dem Staat. Das war bisher Tabu.

    Mitte April hatte das Bundesamt für Gesundheit mitgeteilt, dass die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr durchschnittlich um mindestens 10 Prozent steigen könnten.

    Christine Wanner

  • Australien will Militärausgaben erhöhen

    Australien will sein Militärbudget drastisch erhöhen. Auf dem Tisch liegt das grösste Rüstungsprogramm der australischen Geschichte.

    Hintergrund dieser Aufrüstung ist die Befürchtung der Regierung, dass es in den nächsten 20 Jahren im asiatisch-pazifischen Raum zu einem Krieg kommen könnte.

    Urs Wälterlin

  • Tschechien: Roma protestieren gegen Diskriminierung

    In Tschechien werden Roma ausgegrenzt wie nirgends sonst, wie ein Bericht der EU feststellt. Jetzt protestieren die Roma öffentlich gegen diese Unterdrückung.

    In jüngster Zeit haben Diskriminierung und Gewalt gegen die tschechischen Roma stark zugenommen. Der jüngste Fall, ein Brandanschlag von Rechtsextremisten auf das Haus einer achtköpfigen Roma-Familie vor zwei Wochen, hat nun auch die öffentliche Diskussion in Gang gebracht.

    Marc Lehmann

  • Blindenhunde warten im Museum.

    Kunstausstellung: Wenn Blinde uns die Augen öffnen

    «Unsere Welt ist nicht schwarz-weiss»: Eine Kunstausstellung in Thun vermittelt Sehenden, wie Blinde und Sehbehinderte die Welt wahrnehmen. Die ungewöhnliche Ausstellung macht die Wahrnehmung von Blinden erlebbar.

    Wenn ein Bild von niemandem betrachtet wird, ist es keine Kunst, sondern bloss Leinwand und eine farbige, ölige Paste drauf. Eine Bronzebüste, die niemand anschaut, ist ein Metallklumpen. Ein Kunstwerk braucht Betrachter, ohne sie existiert es nicht.

    Das stimmt, aber ist dennoch erst die halbe Wahrheit, sagte man sich im Kunstmuseum Thun und lud Blinde und Sehbehinderte ein, eine Ausstellung zusammenzustellen. Wie wirkt Kunst auf Menschen, die nicht sehen?

    Ellinor Landmann

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Sabine Manz