SPD tritt mit Steinmeier gegen Merkel an

  • Samstag, 18. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 18. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 18. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die deutschen Sozialdemokraten haben Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zu ihrem Kanzlerkandidaten und Franz Müntefering zum SPD-Parteichef gewählt.

Weitere Themen:

Trotz Finanzkrise streichen die Banker an der Wall Street offenbar noch immer Milliarden-Boni ein.

In der Schweiz wird über ein Gesetz gegen hohe Manager-Boni diskutiert.

Die Krise der Autobranche ist grösstenteils selbst verursacht.

Beiträge

  • Steinmeier gibt Sozialdemokraten wieder Mut.

    Steinmeier tritt gegen Merkel an

    Die SPD hat Aussenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten fürs Kanzleramt aufgestellt und Franz Müntefering zum neuen Parteichef gewählt.

    An einem Sonderparteitag in Berlin erhielt Steinmeier 95 Prozent der Delegierten-Stimmen. Der 52-Jährige ist ein enger Weggefährte des früheren SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

    Franz Müntefering wurde mit 85 Prozent der Stimmen zum Parteichef bestimmt, was der 68-Jährige schon in den Jahren 2004 und 05 war.

    Ursula Hürzeler

  • Schlechte Arbeit wird belohnt.

    Milliarden-Boni für US-Banker

    Banker in New York haben dieses Jahr offenbar schon Bonus-Zahlungen in der Höhe von 70 Milliarden Dollar bezogen, und das trotz der Finanzkrise.

    Die sechs ganz oder teilweise gescheiterten Investment-Banken an der Wall Street halten 70 Milliarden Dollar an Zahlungen für ihre Mitarbeiter bereit, wie die britische Zeitung «The Guardian» berichtet. Genau diese Banken haben vom Staat 700 Milliarden Dollar zur Rettung erhalten.

    Frage an Beat Soltermann in New York: Für wie viele Mitarbeiter sind die 70 Milliarden gedacht?

    Casper Selg

  • Politiker fordern Regeln für Boni

    In der Schweiz sollen die hohen Bonus-Zahlungen im Finanzsektor gesetzlich geregelt werden. Das fordern selbst bürgerliche Politiker.

    FDP-Nationalrat Johnann Schneider Ammann schlägt vor, das Verhältnis zwischen Lohn und Bonus zu regeln.

    Für CVP-Nationalrat Pirmin Bischof dürfen nur für nachhaltige Erfolge Boni ausbezahlt werden. Auch die Risiken sollten in die Bewertung einfliessen.

    Wie die CVP will auch die SVP die Rechte der Aktionäre stärken. Sie sollen über die Anreize des Kaders entscheiden, wie SVP-Nationalrat Hans Kaufmann gegenüber Schweizer Radio DRS sagte.

    Linke und Grüne fordern ein festgelegtes Maximum für Managerlöhne. SP-Präsident Christian Levrat spricht von höchstens einer Million Franken an Bonus-Zahlungen.

    Christine Wanner

  • Gottschalk lehnt Reich-Ranickis Forderung nach TV-Unterhaltung auf dem   dem Niveau von Shakespeare oder Brecht als weltfremd ab.

    Reich-Ranicki und Gottschalk im Duell

    Im Streit über die Qualität des Fernsehens zeigt sich Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki unversöhnlich. Er lehnte den Deutschen Fernsehpreis auch nach einem klärenden Gespräch mit Thomas Gottschalk ab.

    Am 12. Oktober wurde in Köln der deutsche Fernsehpreis verliehen. In einer schier endlosen Show wurden Serien wie das «Tagebuch eines Arztes» oder Sendungen wie «Deutschland sucht den Superstar» ausgezeichnet.

    Dem Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki wurde es zu bunt und er lehnte seinen Preis ab. Die Feier sei ein Blödsinn und er gehöre nicht zu diesen Leuten.

    Moderator Thomas Gottschalk rettete die Situation, indem er Reich-Ranicki ein Fernsehgespräch anbot, über all das, worüber man am Fernsehen nicht mehr rede - über Bildung, Erziehung und Literatur.

    Nadja Fischer

Moderation: Casper Selg