Tote in der Ägais, Gerettete in Piräus, Gestrandete in Budapest

  • Mittwoch, 2. September 2015, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 2. September 2015, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 2. September 2015, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Von den über 2000 Menschen, die am Dienstag nach einer langen Reise und trotz hohem Zaun in Ungarn angekommen sind, sitzen die meisten fest: Die Polizei hat das Bahnhofsgebäude in Budapest abgeriegelt.

    Tote in der Ägais, Gerettete in Piräus, Gestrandete in Budapest

    Wieder spielten sich an verschiedenen Grenzen in Europa Flüchtlingsdramen ab, und während sich die Länder und die EU um die Aufnahme der Menschen in Not streiten, fliehen immer noch mehr aus den Krisengebieten ins sichere Europa.

    Monika Oettli

  • Abschottung ist die falsche Politik, sagt der langjährige deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher.

    Hans-Dietrich Genscher: «Deutschland als Anker des Zusammenhalts»

    Als 1989 Ungarn den Stacheldraht gegen Westen zerschnitt, stellte sich der deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher auf den Balkon der deutschen Botschaft in Prag und plädierte für die Öffnung der Grenzen für die Flüchtlinge aus der DDR.

    Was denkt der Staatsmann heute über die Flüchtlinge, die nach Europa kommen und über die Rolle Deutschlands?

    Peter Voegeli

  • «Die Migration verhindert die Schrumpfung, aber die Zuwanderung kann die Alterung nicht stoppen; dafür bräuchten wir Jahr für Jahr drei Millionen Einwanderungen netto», sagt Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg.

    Die Flüchtlinge als Chance für Deutschland?

    «Germany, Germany»: Zu Tausenden strömen zurzeit Flüchtlinge nach Deutschland. Sie hoffen auf einen Neubeginn nach der Flucht aus Kriegsgebieten. Viele Gemeinden sind von der Situation überfordert.

    Längerfristig könnten die Neuankömmlinge Deutschland aber weiterbringen, denn das Land hat weltweit die zweitälteste Bevölkerung. Das Gespräch mit dem emeritierten Bevölkerungsforscher Herwig Birg.

    Ursula Hürzeler

  • Grosser Wirbel um einen kleinen Fisch: Der Bestechungsskandal «Insieme» vor Bundesgericht.

    «Insieme»-Prozess - der Angeklagte als Opfer schlechter Chefs

    18 Monate Gefängnis und eine Geldstrafe, bedingt auf zwei Jahre - das fordert der Staatsanwalt des Bundes für den Hauptangeklagten im «Insieme»-Prozess. Der Beschaffungschef der eidgenössischen Steuerverwaltung war der Bestechung und Urkundenfälschung angeklagt.

    Im Prozess hat sich gezeigt: Der Angeklagte verfügt kaum über kriminelle Energie.

    Alexander Grass

  • Sergio Ermotti. Seine Warnungen sind Drohungen. Er spricht nicht für alle Banken, sondern für seinen Konzern, die UBS - und vielleicht noch für die Credit Suisse, die Nummer Zwei der Schweizer Banken, die ebenfalls nachbessern muss beim Kapital.

    Kapitalvorschriften - UBS-Chef malt den Teufel an die Wand

    Sergio Ermotti, CEO der Schweizer Grossbank UBS, wettert zurzeit immer wieder lauthals gegen strengere Kapitalvorschriften: Noch striktere Anforderungen an die Kapitalpolster der Banken - wie der Bund sie will - schadeten der Schweizer Wirtschaft, weil weniger Kredite vergeben würden.

    Was ist davon zu halten?

    Jan Baumann

  • Die Saudis rüsten nach: Schwarzer Rauch über der jemenitischen Hauptstadt Sanaa - nach einem Luftangriff am 2. September.

    Saudi-Arabien verschärft die Luftangriffe auf Jemen

    Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition will die Hauptstadt Saana erobern, die unter Kontrolle der schiitischen Huthi-Rebellen und Ex-Präsident Saleh steht.

    Der amtierende sunnitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi wurde bereits im vergangenen Frühjahr vertrieben.Paul-Anton Krüger, Korrespondent für Süddeutsche Zeitung und Tagesanzeiger, ist kürzlich aus Jemen zurückgekehrt.

    Ursula Hürzeler

  • Afghanische Soldaten berichten davon, wie ihnen mitten im Kampf das Benzin ausgeht, wie sie von Taliban umzingelt werden und niemand kommt zu Hilfe. Viele müssen monate- oder jahrelang auf Posten bleiben. Zugang zu ihrem Sold haben sie nicht, weil es im Kampfgebiet keine Banken gibt. Das Essen ist schlecht, die Unterkünfte oft auch. Kein Wunder kehren Tausende aus dem Urlaub nicht zurück.

    Afghanistans Sicherheitskräfte desertieren reihenweise

    Seit dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan vor rund einem halben Jahr haben die afghanische Armee und die Polizei ein Problem: Immer mehr Polizisten und Soldaten verlassen ihre Truppen. Die Kämpfe zwischen Taliban und afghanischen Sicherheitskräften nehmen hingegen zu.

    Karin Wenger

Moderation: Ursula Hürzeler, Redaktion: Tobias Gasser