UBS-Chef Ospel setzt sich durch

  • Mittwoch, 27. Februar 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 27. Februar 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 27. Februar 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

UBS-Präsident Marcel Ospel hat sich bei den Aktionären durchgesetzt. Trotz harscher Kritik segneten sie die umstrittene Kapitalspritze aus Singapur ab und erteilten einer Sonderprüfung der Verluste im US-Hypothekengeschäft eine Absage.

Weitere Themen:

Der Bundesrat will den Postmarkt schneller öffnen als geplant.

Die Schweiz anerkennt Kosovo als selbstständigen Staat.

Das Schweizer Bundesgericht schützt Hausbesitzer vor Fluglärm.

Beiträge

  • Stürmischer Tag für die UBS

    Die UBS darf ihr Aktienkapital mit Geld aus Singapur sowie aus Saudi Arabien erhöhen und  entgeht knapp einer Sonderprüfung. Trotz harscher Kritik an UBS-Chef Marcel Ospel haben  die Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung die Anträge der Grossbank  angenommen.

    Bei dem mit Spannung erwarteten Anlass kam es zu Tumulten. Aber um ein Haar wäre es  für den Verwaltungsrat noch schlimmer gekommen. Der Antrag auf eine  Sonderuntersuchung wurde nur knapp abgelehnt. Mit dieser sollte ermittelt werden, wie es  zu den Verlusten von über 20 Milliarden Franken bei der UBS kommen konnte.

    Manuel Rentsch

  • Misstrauensvotum an die UBS

    An der ausserordentlichen Generalversammlung der UBS gingen die Emotionen hoch. Die Aktionäre haben eine Sonderuntersuchung rund um die Milliarden-Verluste der Grossbank nur knapp abgelehnt und einer umstrittenen Kapitalerhöhung zugestimmt.

    Frage an Wirtschaftsredaktor Urs Siegrist: Hatte UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel auch Feingefühl im Umgang mit aufgebrachten Menschengruppen gezeigt?

    Casper Selg

  • Finanzplatz Schweiz steht auf dem Spiel

    Die UBS und Banken allgemein müssten ihre Rendite-Erwartungen herunterschrauben, fordert Publizist Roger de Weck.

    Es könne nicht sein, dass die Gewinne der Banken den Aktionären zukommen und die Allgemeinheit die Kosten der Krise trägt.

    Casper Selg im Gespräch mit Roger de Weck

  • Die Schweiz anerkennt Kosovo

    Zehn Tage nach der Unabhängigkeits-Erklärung hat der Bundesrat Kosovo als selbständigen Staat anerkannt und will diplomatische Beziehungen aufnehmen.

    Laut Bundespräsident Couchepin begrüsst der Bundesrat namentlich, dass die kosovarischen Behörden sich bereit erklären, die Minderheiten zu schützen.

    In der Kosovo-Frage stehe emotional viel auf dem Spiel und es träfen widersprüchliche Interessen aufeinander. Es gebe keine Ideal-Lösung, sagte Couchepin. Zudem betonte er, dass die jetzt schon engen Beziehungen zu Serbien weiter verstärkt werden sollen.

    Philipp Burkhardt

  • Briefe werden zu spät zugestellt.

    Postmarkt wird schon 2012 geöffnet

    Deutlich schneller als erwartet hat sich der Bundesrat zur Öffnung des Postmarktes entschieden. Schon in vier Jahren will er in allen Bereichen auch andere Anbieter zulassen.

    Einen ersten Schritt dazu plant die Regierung schon auf April 2009: Ab dann sollen Post-Konkurrenten auch Briefe über 50 Gramm befördern dürfen, statt wie heute ab 100 Gramm.

    Katrin Hug

  • Deutschland stärkt Rechte von Internet-Nutzern

    Das deutsche Verfassungsgericht hat der umstrittenen heimlichen Online-Durchsuchung enge Grenzen gesetzt. Das Gericht stärkt damit die Rechte der Computer-NutzerInnen.

    Das heimliche Eindringen in einen Computer muss in Deutschland künftig von einem Richter erlaubt werden. Es ist nur bei Terrorgefahr oder bei Angriffen auf das Leben und die Freiheit zugelassen.

    Ausgeschlossen wird die Anwendung der heimlichen Online-Durchsuchung bei Straftaten wie Kinderpornografie, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung.

    Ursula Hürzeler in Berlin

  • Bundesgericht schützt Fluglärm-Geplagte

    Das Bundesgericht ebnet Hausbesitzern rund um den Flughafen Zürich den Weg für eine Lärm-Entschädigung. Sie können unter Umständen eine Entschädigung verlangen, auch wenn der Wert ihres Hauses um weniger als ein Drittel abgenommen hat.

    Erstmals hiess das Bundesgericht eine Klage aus Opfikon-Glattbrugg gut. Welche Konsequenzen das Urteil auf die anderen Lärmschutz-Forderungen habe, könne nicht gesagt werden, betonte die Flughafen-Betreiberin Unique. Ihr drohen rund 19 000 Forderungen von Hausbesitzern rund um den Flughafen Zürich.

    Sonja Schmidmeister

  • BMW streicht über 8000 Stellen

    Der Auto-Konzern BMW will bis Ende Jahr 8100 Stellen der weltweit 108 000 Stellen abbauen. Der grösste Teil betrifft Deutschland und erfolgt trotz Rekord-Ergebnissen.

    Auf dem Werkplatz Deutschland jagt derzeit eine schlechte  Meldung die nächste. Der Stellenverlust bei BMW wird der ohnehin nicht verwöhnten  deutschen Arbeiterin, dem deutschen Arbeiter nicht leicht zu erklären sein. Denn die Autos  finden reissenden Absatz, das Geld sprudelt.

    Felix Lincke

  • Mythos Guisan soll wiederbelebt werden

    Während des Weltkriegs II verkörperte General Henri Guisan den Wehrwillen der Schweiz. Heute Abend ist Tag der offenen Tür in Verte Rive, in der ehemaligen Villa von Guisan in Pully bei Lausanne.

    Mit solchen Anlässen wollen die Verantwortlichen des  Zentrums General Guisan den Mythos weiterleben lassen. Das ist keine leichte Aufgabe.  Denn fast 50 Jahre nach seinem Tod droht dieses Bild langsam zu verblassen.

    Patrick Mülhauser

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Monika Oettli